Geschichten aus dem Kink Coaching Alltag

“Ein frecher Balk braucht eine saftige Strafe!” oder “Braver Bub, das hast du gut gemacht.”

Das mag zwar auch ein Zitat aus einem veralteten Erziehungshandbuch für überforderte Eltern sein, doch wäre es ein absolut zeitgemäßer Auszug aus einer Play Session zwischen einem Daddy und seinem Little.


Als kink Coach treffe ich immer wieder auch auf Beziehungsprobleme, wie im folgenden Beispiel eines Littles oder konkreter eines Brats und dessen Freund, bzw. Daddy. Aber bevor ich hier genauer darauf eingehe, was kannst du im Artikel erwarten?


  1. Allgemeines zu Age Play

  2. Die Rollen Little, Brat und Daddy/Mummy

  3. Die Problem-Situation des Pärchens

  4. Über die Erfüllung der Wünsche des Partners

  5. Wie kann man



Wie funktioniert das Age Play

Little, Brat, Daddy und Mummy sind Rollen im Age Play. Dies ist dabei keine Form der Pädophilie oder von Päderasten, sondern ein Rollenspiel, wo sich die Teilnehmer in einen Headspace begeben, in dem sie ihr inneres Kind freilassen können, bzw. die fürsorgende Rolle eines Elternteils einnehmen. Das Rollenspiel kommt dabei komplett ohne BDSM und sexuelle Aspekte aus, wobei je nach Varianten diese auch integriert werden können. Das Tatsächliche Alter hat dabei keinen Einfluss auf das Gespielte alter und real-Jahren gerechnet kann der Daddy jünger sein, als das Little.


Was ist ein Little?

Ein sogenanntes Little ist ein Age Player*in, der sich gerne in die Rolle eines sehr jungen Menschen versetzt. Je nachdem wie jung das Little ist, trägt es gerne Windeln, hat häufig ein großes Kuscheltier zum Schmusen, spielt gerne mit Bauklötzen, Puppen oder anderen Spielsachen, verhält sich kindisch und albern, macht manchmal in die Windel, Schläft im Laufstall oder Kinderbett, wird Gewickelt, kleckert beim Essen und genießt in gewisser Weise die ersten Jahre seines Lebens wieder. Möglichkeiten gibt es viele. Manche können dabei bereits reden, andere gar nicht oder verwenden Kindersprache. Dabei muss das Little kein Baby sein, aber sieht sich eben als ein Mensch am Anfang seiner Entwicklung und genießt die dabei einhergehende Leichtigkeit.


Was ist ein Brat?

Eine besondere Form des Little ist das Brat, also das Gör oder der Bengel. Es ist quasi die freche Form des Littles, welches den Daddy oder die Mummy gerne ärgert. Das Brat hat einen eigenen Kopf, mag aber durch physische und psychische Dominanz diesen gebrochen zu bekommen und kontrolliert zu werden, sprich Erziehung. Konkret kann dies durch klare Worte, Befehle, Regeln, Strafandrohung und Umsetzung oder Ähnliches erfolgen.


Was ist Daddy oder Mummy?

Das Gegenstück ist der Daddy oder die Mummy. Diese Rolle kümmert sich um das Little, kuschelt und schmust, gibt Regeln und Erziehung, räumt den Saustall hinterher auf, ist vom Brat genervt, ist mal lieb und mal böse zum Little… So eben, wie die Eltern nun mal sind oder sein sollten.


Age Play ist damit aber noch bei weitem nicht abgeschlossen und es gibt viele Varianten davon, sei es mit Grannys, Puppys, Furrys, Schutzengeln, Lolitas/Schulmädchen oder ähnlichem. Ich persönlich mag zum Beispiel die Vorstellung als gemeiner großer Bruder meinen jüngeren Bruder zu ärgern. Er himmelt mich an und ich nutze das aus ;)




Die Situation

Jedes Kink Coaching ist anders und wird auf die jeweiligen Partner hin angepasst. Das folgende Beispiel ist mit Einverständnis der Protagonisten entstanden. Die Namen, Details und Vorlieben wurden angepasst, um keine Rückschlüsse auf deren Person zu ermöglichen.


In der Beratung geht es um das Problem zweier Kunden, die ihrerseits Sub und Switcher sind. Beide haben interesse an kink und BDSM und hierbei viele Gemeinsamkeiten. Eine gemeinsame Vorliebe ist das Little, bzw. Brat und Daddy Play, wobei sie sich in den Ausprägungen unterscheiden.


“A” ist Sub und in unserem Fall das Little oder das Brat. Er hat einen eigenen Kopf, mag es aber dominiert zu werden und gegen seinen Widerstand in die gewünschte Bahn gelenkt zu werden. “A” sucht dabei langfristige Erziehung. Sein Ansatz ist “ich bin frech und unleidig, bis du dich um mich kümmerst”. Er wünscht hiermit Aufmerksamkeit, aber auch das Gefühl jemanden zu haben, der ihn in die Schranken weist und sich um ihn kümmert. Er selbst mag es dabei nicht frech zu sein. Es geht ihm um die Gegenreaktion seines Doms, die sowohl Aufmerksamkeit, Nähe und Zuwendung, aber auch Führung, Orientierung, klare Ansagen und mehr fordert. Wenn er sich dann wie vom Dom gewünscht verhält, fühlt er sich gut. Wenn der Dom aber nicht reagiert, wird er frecher und frecher, was er selber aber gar nicht mag.


“B” ist Switcher. Er kann sehr dominant sein, mag es aber auch selbst dominiert zu werden. In der Beziehung sieht er sich als Daddy, ist hier aber noch unerfahren. “B” hat sich nun an mich gewandt, mit der Frage wie er dominanter sein kann. “B” ist für “A” nicht dominant, bzw. nicht konsequent genug und “A” wird somit immer frecher und frecher, wobei er sich hierbei eben nicht gut fühlt. Mehrere Versuche, in denen “A” “B” erklärt hatte, wie es geht, sind nach kurzer Zeit eingeschlafen und “A” wurde erneut frech.


Als Daddy wird von Partner “B” erwartet, dass er sein Little liebt hat und sich um dieses kümmert was mit seinem Interesse als sein Freund super einher geht. Der strenge Erzieher ist der Switcher aber nicht von natur aus und er muss diese Rolle spielen. Er spielt sie zwar gerne, aber muss er eben durchgängig darauf achten. Außerdem führt die frech-dominante Art von “A” dazu, dass “A” dominanter wirkt und “B” nachgibt, der es ja prinzipiell auch nicht uninteressant findet von seinem Freund dominiert zu werden.


Das Problem der Rollenspiele

Das Problem der Rollenspiele ist, das es quasi ein Spiel ist. Man nimmt für eine gewisse Zeit eine bestimmte Rolle und damit einhergehend die Geisteshaltung ein. Meistens ist dies aber nicht unsere natürliche Geisteshaltung. Wenn wir die Rolle gut verinnerlicht haben, können wir sie leicht und somit auch länger aufrecht erhalten. Wenn wir uns in der Rolle aber unsicher sind, so ist das aufrechterhalten mit Anstrengungen und Mühen verbunden. Es erfordert eine stetige Aufmerksamkeit zu dem Thema, wodurch wir uns nicht erholen und fallen lassen können.


Anders ist dies, wenn wir uns voll mit der Rolle identifizieren können, wenn wir die Rolle so gut kenne und können, dass wir sie quasi leben. Wenn wir nicht das Glück haben, dass wir unsere Rolle auch mit der Alltags-Person verknüpfen können, spielen wir dann eher im Alltag und leben im Rollenspiel unser inneres Selbst aus. Aber das wird nun philosophisch…


Wenn wir ein Rollenspiel machen, dann ist dies wie bei einem Schauspieler, wir können sie erlernen und Text, Handlungen und Charaktereigenschaften einstudieren und erlernen oder wir können den Charakter zum Leben erwecken, indem wir die Eigenschaften, Charakterzüge und Eigenarten verinnerlichen, aufnehmen und Text und Handlung sich dann quasi von alleine ergeben (sorry an alle Schauspieler, falls ich dies mit meinem Überschaubaren wissen fehlerhaft dargestellt habe).


Man muss also entweder das eine oder das andere können. Man muss also entweder Handlungen, Worte und typische Reaktionen erlernt haben oder man muss den Charakter verinnerlicht haben.




Wie kann die Beziehung damit umgehen?

Natürlich haben ich verschiedene Spielarten vorgeschlagen und Tipps für gutes DOM-Verhalten gegeben. Sie haben viel ausgetestet und konnten viel neues Ausprobieren und mehr Schwung in das Spiel bringen. Man muss aber sagen, Wir dass “B” nicht den Charakter des Daddys oder des Dom-Only inne wohnt. Temporär ist er super darin und die beiden haben hierdurch tollen neue Input für die Session erhalten. Aber es bleibt eben eine Rolle, die genauso zur Geltung kommen will, wie seine Sub-Seite. Langfristig kann er das Spiel nicht aufrecht erhalten. Folglich haben wir das Gespräch fortgesetzt.


Auch wenn eine langfristig erfolgreiche Beziehung viele Kompromisse bedarf, so sollten wesentliche Bedürfnisse nicht unterdrückt werden. Es belastet “A” bereits heute, dass er sich hier nicht verwirklichen kann und er merkt, wie sich dies negativ auf seinen eigenen Charakter und die Beziehung auswirkt. “B” verstand, dass er langfristig nicht die gewünschte Rolle übernehmen kann. Eine Trennung war für beide natürlich keine Lösung und nur das letzte Ziel. Die beiden haben sich daher darauf geeinigt für “A” eine Art Ersatz-Eltern-Part zu finden, der die Erziehung langfristig übernehmen kann.


Hierbei ist es wichtig, dass die gemeinsame Anforderungen, wie auch die Rahmenbedingungen zur Öffnung der Beziehung in diesem Bereich gemeinsam besprochen und festgelegt werden, so dass sich kein Part übergangen fühlt oder ausgebremst wird.


Wo finde ich weitere Informationen?

Es ist aber nicht ganz leicht eine Mummy oder einen Daddy zu finden und bisher wurde nur ein Übergangsperson gefunden. Es ist aber ein weiterer Schritt in die richtige Richtung und für eine langfristig funktionierende und erfüllte Beziehung. Wir haben uns übrigen bisher auf verschiedenen Little, Brat und Age Play Gruppen auf FetLife, JoyClub und Facebook umgeschaut und werden natürlich auch die schwulen Medien, wie Romeo und Recon integrieren.


Natürlich kann man auch bei naheliegenden Fetischen, wie dem Windelfetisch fündig werden. Neben den online Medien gibt es auch Stammtische und Events zum Thema. Für die Suchmaschinen sind dabei folgende Begriffe hilfreich: Age Play, Little, Brat, AB/DL, Adult Baby, Diaper Lover, Windelliebhaber, TB, Teen Baby



Du hast Fragen oder Anregungen zum Artikel? Du hast eine Fragestellung an den Kink Coach oder suchst eine individuelle Beratung? Dann kontaktiere uns!


Aktualisiert: Sept 1

Corona hat das Festival- und Event-Geschehen fest im Griff und so ist weithin bekannt, dass dieses Jahr zur Folsom 2020 in Berlin es kein Straßenfest und keine großen offiziellen Partys geben wird. Stattdessen wird die Folsom online stattfinden und einen Livestream Marathon hinlegen, wo sich die verschiedenen Gruppierungen präsentieren können. Trotzdem haben ein Großteil der Touristen bereits letztes Jahr Hotels und Flugtickets gekauft und die Stadt wird zwar wesentlich leerer als erwartet sein, aber immer noch werden viele Touristen und Feierwütige auf der Suche nach Events und Veranstaltungen sein.


In diesem Artikel will ich Euch über die aktuelle Situation aufklären und sagen was geht.

  1. Wie ist die Situation in Berlin?

  2. Was darf derzeit in Berlin erfolgen und auf was sollte ich achten?

  3. Was geht in Berlin?

  4. Welche Bars und Clubs haben offen?

  5. Welche Alternativen habe ich?


Die Situation in Berlin


WARNHINWEIS: Die Corona-Fallzahlen sind in Berlin zwar nicht so sehr steigend wie in anderen Teilen von Deutschland, alle Corona-Ampeln sind auf grün und auch die Intensivbetten-Situation ist noch im grünen Bereich. Grundsätzlich ist Berlin somit gut aufgestellt. ABER wir wissen alle, dass sich dies täglich ändern kann und die Spätfolgen und fatalen Verläufe sind bereits im Einzelfall höchst kritisch. Grundsätzlich muss daher jeder sich dies sehr gut selbst überlegen, ob er das Risiko eingeht und wie er dies einschätzt. Der Artikel soll auf keinen Fall jemanden dazu ermutigen das Risiko zu unterschätzen.


Auch wenn, bzw. gerade weil, Berlin zum Folsom Termin vor Ort wohl ziemlich voll sein wird, ist es wichtig, dass sich alle an die Corona Regeln halten. Hierbei sind auch verschärfte Kontrollen zu erwarten, da Berlin 200 zusätzliche Mitarbeiter hierfür abgestellt hat, um dies zu kontrollieren und um Bußgelder zu verhängen. Die Bußgelder richten sich hierbei direkt an die Gäste, da diese selbst für die Einhaltung verantwortlich sind.


Jeder an einem Tisch sollte beispielsweise darauf achten, dass sich keine 7. Person dazu setzt (es gilt bereits, wenn jemand vom Nachbartisch den Stuhl einfach umdreht), da dann jeder am Tisch die Strafe bekommen würde. Die Wirte sind dazu angehalten bei Verstößen die betroffenen zu ermahnen und des Ladens zu verweisen.





Aber was sind nun die Regeln?

Zunächst Mal kann und darf ich euch hier keine Rechtsberatung geben und wie es später überprüft und ausgelebt wird, ist sehr unterschiedlich und individuell. Man hat kaum eine klare Ansage, was alles bis ins Kleinste erlaubt und was nicht erlaubt ist. Einige einfache Prinzipien, möchte ich euch hier aber mitgeben, so dass ihr zumindest nichts grundsätzlich falsch macht und davon auch schon mal gehört habt.


Grundlegend gilt:

“§ 1 (1) Jede Person ist angehalten, die physisch sozialen Kontakte zu anderen Menschen möglichst gering zu halten.”

Es gilt allgemein A-H-A, bedeutet Abstand (1,5 m zu anderen) halten, Hygiene (neben Händewaschen & Desinfizieren, richtig Husten, usw. Gibt es spezifische Hygienekonzepte, die jeder Veranstalter und Ort bereit zu stellen hat) achten und Alltags-masken tragen (Mund und Nase muss bedeckt sein), wo erforderlich. Dies gilt grundsätzlich ÜBERALL, auch im PRIVATEN Umfeld und AUCH Outdoor.


Ausnahmen zur Abstandsregelung gibt es in Bereichen mit besonderen Anforderungen, wie dem ÖPNV, Bars oder Swinger-Clubs. Meistens wird hier auf eine Mund-Nasen-Bedeckung (kurz MNB), besondere Laufwege oder ähnliches gesetzt. In Bars dürfen derzeit maximal 6 Personen ohne MNB an einem Tisch sein. Prinzipiell muss bei Events in geschlossenen Räumen die Anschrift und einige weitere persönliche Daten hinterlegt werden, die ausschließlich zur Nachverfolgung von Corona-Fällen genutzt werden dürfen. Darkrooms sind geschlossen sind.


ACHTUNG: Hierbei handelt es sich nicht um eine Rechtsberatung. Über die Richtigkeit wird KEINE Haftung übernommen. Ihr könnt alle Regeln und die gesamte Verordnung hier finden: https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/ Außerdem gelten zusätzlich noch die Branchen und Venue spezifischen Hygienekonzepte. Informiert euch am besten im Vorfeld beim Veranstalter.


UPDATE: Die am 1. September erschienene neue Verordnung des Berliner Senats verpflichtet auch im Outdoor Bereich Kontaktdaten aufzunehmen, diese korrekt anzugeben und bei Versammlungen von über 100 Leuten eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Letzteres wird somit auch für Ansammlungen im Schöneberg-Kiez und vor den Bars gelten.



Was geht in Berlin?

Zunächst mal nichts offizielles zu Folsom. Dies ist leider in diesen Zeite nicht machbar. Dennoch gibt es Veranstalter und Locations, die offen haben. Normalerweise machen wir zur Folsom unsere Play Night und wir haben uns hier auch schon sehr drauf gefreut, mit passendem Corona Konzept, welches sowohl Spaß, als auch Sicherheit bietet. Nach langem Überlegen und einem erneuten Anstieg an Fallzahlen, haben wir uns entschieden zu Folsom geschlossen zu bleiben, da wir das Spielverhalten unserer Gäste nicht so stark einschränken wollen, dass es Corona-konform passen würde. Dies wäre keine gay-BDSM.club Veranstaltung gewesen mit tollen Gesprächen, sozialem Austausch und vielen spannenden Leuten und gemeinsamen Spiel. Wir wollten hier nicht reduzierten Spaß bei immer noch bestehendem Restrisiko bieten. Das wäre keine gay-BDSM.club Play Night geworden, sondern ein schlechter Kompromiss. Daher haben wir uns für Outdoor Events und Workshops, so wie einige Beiträge im Livestream und bei anderen weniger intimen Events entschieden.


Aber was kann man noch erwarten?


Do. 10.09. und Fr. 11.09. - Bondage Beginners, Intermediate & Suspension Class

Nutze die Zeit um gemeinsam und in Ruhe mit deinem Partner Bondage zu lernen. Egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder ob du gerne das Hängebondage lernen willst. Der gay-BDSM.club bietet dir die Möglichkeit deine Skills im Bondage zu erweitern. Achtung, nur wenig Plätze verfügbar


Fr. 11.09 bis So. 13.09. - History of Sex City Tour

Wieso nicht mal eine Stadttour durch Berlin’s History of Sex? Jeff gibt hier spannende Einblicke in die History der queeren Bewegungen und des Sexualverhaltens der Großstädter im Verlaufe des letzten Jahrhunderts.


Sa. 12.09. - Show & Tie

Am Samstag leben wir kink auf der Straße, Corona-konform und straßentauglich. Wir werden in Schöneberg von 14-16 Uhr öffentlich fesseln. Mitmachen kann jeder, der ein Seil hat und einen passenden Partner. Trauben dürfen sich jedoch nicht bilden, weshalb wir den Ort regelmäßig wechseln werden. Besser ist es, wenn viele an vielen Orten fesseln und natürlich auch mit dem Fetisch auf die Straßen gehen. Info-Telegram-Gruppe unter:

https://t.me/joinchat/KCxXGRiRWrE8brRUimom3w


Sa. 12.09. und So. 13.09. - Folsom Live Stream

Natürlich kann jeder zunächst mal den Livestream schauen um ein bisschen das Folsom Feeling zu bekommen. Auch ich werden im Livestream mit einigen Bondage Shows und Auftritten zu sehen sein.


Mi. 09.09. bis So. 13.09. - Fetisch Dinner & Specials

Wieso nicht ein gemütliches Abendessen in Fetisch und Leder? Dann schau beim Leather und Fetisch Dinner vorbei. Sind hier die Plätze bereits voll, dann empfehlen wir das Fetisch Social.


So. 13.09. - Kinky Tea Time im Park

Am Sonntag 13.09. ist Tea Time im Park von der Teegesellschaft und wir können unseren Fetisch bei einem Picknick mit Shows und Entertainment präsentieren. Teilnehmen kann man über die Telegram Gruppe der Teegesellschaft. Link in Eventbeschreibung.


Sa. 12.09. und So. 13.09. - Pride Art Unbound

Kunst ist schon immer ein wichtiges Element der Folsom gewesen und Pride Art bietet mit dem Thema UNBOUND eine Vernissag zum Thema Fetisch und Kink. Es gibt ein Outdoor Social Bereich und Indoor nur begrenzter Teilnehmerzahl.


Die Liste ist nicht abschließend. Mehr Termine findet ihr auch unter: https://www.siegessaeule.de/termine/


Ich denke, dass es hier einige Angebote gibt, wo man durchaus eine schöne Zeit haben kann, und zwar Corona Konform und mit sozialem Abstand.






Welche weiteren Räume haben wir?

Zunächst mal dürfen Clubs NICHT offen haben, es sei denn sie haben einen Outdoor Bereich. Das Connection und viele andere werden daher nicht zur Verfügung stehen.


Die Bars in Schöneberg haben zwar geöffnet und stehen mit individuellen Hygienekonzepten zur Verfügung, aber sind die Darkrooms geschlossen und bei einigen gibt es auch nur Take Away. Es ist auch stark zu erwarten, dass die Corona-Regeln ignoriert werden und es wird wahrscheinlich jede Menge Strafen geben…


Das Lab.oratory hatte bereits in der Vergangenheit Outdoorevents gemacht. Derzeit ist aber keine Ankündigung auf der Webseite (http://www.lab-oratory.de/dates/) zu finden und wie das Wetter wird ist auch noch nicht wirklich klar. In jedem Fall wird es hier eine starke Teilnehmerbeschränkung geben und die events werden wohl früher anfangen und aufhören, als man dies normalerweise erwarten würde.


Den Bösen Buben scheinen nichts anzubieten. Vielmehr ist es wohl fraglich, ob sie überhaupt noch aufmachen oder ob sie bereits insolvent sind. Die letzte Info von deren Webseite ist bereits mehrere Monate alt und da wird dringend um Spenden gebeten.


Das 2nd Face bietet derzeit ausschließlich die Möglichkeit sich dort einen Raum zu mieten. Bei den genialen Spielmöglichkeiten auf jeden Fall eine Überlegung wert!


Das Club Culture Houze bietet spezielles Folsom Programm mit Separees, die man zum Spielen mieten kann. Dabei gibt es einmal “Folsom Fisten” und ein mal “Folsom Special”. Ein Zeitfenster ist jeweils anzugeben.


Der Quälgeist bietet zur Folsom verschiedene Play Nächte an. Natürlich auch hier mit besonderen Corona vorgaben. Es ist zu erwarten, dass es sehr voll wird, weshalb eine Voranmeldung sicher zu empfehlen ist.


Das SinBerlin wird keine spezielle Folsom Events anbieten. Die Liste ist nicht abschließend.



Fazit

Man kann es leider nicht schönreden, aber Folsom in Corona Zeiten ist einfach nicht das gleiche. Das, was Geboten wird ist leider nicht so wie wir es gewohnt sind und auch wenn sich die ganzen Veranstalter und Locations bemühen passende Angebote bereitzustellen, so sollten wir unsere Erwartungen nicht zu hoch halten. Unter den schweren Bedingungen sind aber viele tolle und auch ganz neue Angebote entstanden, wie man Folsom Corona-konform feiern kann. Es macht auf jeden Fall Sinn dieses Jahr etwas umzudenken und auch kleinere Läden sollten besucht werden. Diese sind zwar nicht unbedingt leerer, aber kämpfen viele hier gerade ums Überleben und brauchen unsere Unterstützung, damit wir auch im nächsten Jahr wieder eine vielfältige Folsom mit einem breiten Spektrum an Angeboten erwarten dürfen.



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Eines der größten Vorurteile beim Petplay ist, dass es sich hier im Wesentlichen um sexuelle Handlungen im Tierkostüm handelt. Das ist (so auch in meiner Erfahrungswelt) nicht unbedingt der Fall. Natürlich lässt sich Sexualität hier hervorragend integrieren, ist aber nicht immer notwendiger Bestandteil, bzw., kann es sich auch einfach schön anfühlen, ohne dass ein Orgasmus stattfinden muss. Ich glaube, dieses Vorurteil resultiert noch aus den sexuellen Bildungsmaßnahmen der 70‘er Jahre, namentlich „Schulmädchenreport“, wo gefühlt in jeder Folge ein dusseliger Lehrer eine Lehrerin als trotteliger Hengst vom Kleiderschrank aus bespringen wollte. Natürlich lädt diese Spielart im Besonderen zu Spott und Höhne ein, da sollten wir BDSM‘er jedoch entspannt drüberstehen, denn im Vergleich wurde jede kleinste Regung des Vanillasexes 100 mal häufiger Opfer einer Vielzahl an Witzen.


Ponyplay ist im Übrigen das meist gefragteste Tierspiel, wenn man vom Petplay redet, jedoch ist die Ausprägung in der Regel von viel mehr Feingefühl und Liebe zum Detail geprägt, als das zuvor erwähnte Beispiel im Schulmädchenreport. Nach meinem persönlichen Empfinden, ist Ponyplay verstärkt im heterosexuellen- sowie homosexuell weiblichen Bereich zu finden, und Dogplay eher bei homosexuellen Männern. Dafür habe ich allerdings keine Belege, denn es ist nur eine Momentaufnahme.


Was meinst Du? Schreib mir, unter kolja@box-magazin.com


Meine Erfahrung ist, dass Dogplay sogar nicht immer eine entsprechende Maskerade benötigt, um zu wirken. Manchmal erwische ich mich oder meine anderen Vanilla-Sexpartner, dass man beim Kuscheln irgendwie wie eine Katze schnurrt oder beim harten Ficken wie ein Schwein grunzt vor Vergnügen. Das darf auch alles sein, je mehr Freiheiten man sich lässt, umso mehr kann man jede Nummer genießen.


Ich mag echt viele Spielversionen, aber richte mich natürlich nach meinen Klienten. Mit meinem treuen Olaf kann ich so manche Hunde-Spiele genießen. Ihm steht Latex ja eh so gut, da gibt‘s dann einfach diese Rubber-Hundemaske von Blackstyle drüber, die irgendwie gefühlt jeder in Berlin besitzt, und manchmal noch ein Plug mit Schwänzchen in den Po und schon ist das Hündchen fertig. Das Schwänzchen sieht übrigens nicht nur „süß“ aus, sondern signalisiert mir auch, wenn Olaf Interesse an etwas hat, oder wenn er Spaß hat, denn dann bewegt er tatsächlich instinktiv seinen Po, und das Schwänzchen wackelt herrlich. Unter uns: ihr müsst Euch um Knieschoner bemühen, denn alle laufen zu Anfang motiviert los und dann schmerzen die Knie viel zu schnell - meist wenn man gerade richtig in Fahrt gekommen ist. Natürlich kann man auch einfach auf allen Vieren laufen, aber die Knie werden trotzdem immer wieder beansprucht.


Für unsere Sitzungen ist nicht immer vorher geklärt, was wir machen, weil wir uns so oft sehen. Er steht dann vor mir und sagt mit einem verschämten Lächeln: „lass Wuffeln“. Ich kann deutlich fühlen, wie sehr er es genießt, wenn er sich in einen Hund verwandeln darf. Er ist eher ein Verschmuster - und weniger ein sexueller Typ. Ihn einfach zu streicheln und ihm das Gefühl zu geben, dass er mir gehört - dass er meiner ist, bedeutet ihm viel mehr als eine durch ihn ausgelöste Ejakulation bei mir. Und tatsächlich lassen sich diese Gefühle besonders gut durch Dogplay ausdrücken. Warum? Weil wir eben mit (unseren) Tieren viel einfacher und deutlicher reden. Man wird zu „etwas Anderem“, wenn man die Hundemaske aufzieht: mal weg von der komplizierten Persönlichkeit, mit ihren Neurosen und Ängsten, sowie auch mit ihren Stärken, komplexen Bedürfnissen und manchmal sich aufdrängendem Kopfkino. Rein in eine Welt, wo man einfach etwas Simpleres sein darf, reduziert auf Grundinstinkte, die wir noch mit der Tierwelt gemeinsam haben. Und das ist wirklich angenehm, denn wir Menschen drängen uns gegenseitig immer wieder auf, unsere Umwelt sowie uns selber in unserer gesamten Komplexität zu verstehen - das erfordert aber Anstrengung. Als Hund braucht man das nicht, sondern man kann seinen Grundtrieben einfach freien Lauf lassen, unter Beachtung seines Herrchens - versteht sich.




Wenn ich alle meine menschlichen Hunde, die ich bisher an der Leine hatte, vergleiche, dann kann ich sagen, dass ich anhand des anfänglichen und simplen „Umhergehen des Hundes“, die Persönlichkeit feststellen kann. Instinktiv will Dein menschlicher Hund das auch, denn er ist ja nun seiner Sprache beraubt worden, also will er sich über andere Wege ausdrücken. Manche tapsen schüchtern ein wenig herum, andere bewegen sich so wenig wie möglich und beobachten, während der nächste wie verrückt umhertollt und sich „pudelwohl“ fühlt.


Na klar werfe ich das Stöckchen, und er bringt es brav zurück. Er macht auch Männchen für mich, was als menschlicher Hund natürlich ein Paradox seinesgleichen ist, trotzdem reizt es mich positiv. Jetzt ist Körpersprache gefragt. Olaf geht weiter runter mit dem Köpfchen, wenn er lieb und devot sein will oder er bäumt sich auf, wenn er andere Dogs sieht. Naja, eigentlich ist er kein wirklicher „Aufbäumer“ - ich muss ihn dazu noch trainieren, denn er ist in seiner Persönlichkeit eher der liebe „Golden Retriever“, und weit entfernt vom „deutschen Schäferhund“. Ich will aber auch mal mit ihm raus, denn ich gestehe, auch ein Exhibitionist zu sein. Daher muss er jetzt lernen, auf sein Herrchen zu hören.


„Olaf, leg dich!“ Mein Hund legt sich brav auf die Seite. „Olaf, mach Männchen!“ In Windeseile nimmt er diese typische Pose ein und seine Hände baumeln ganz süß herunter. „Ich glaub er muss sich bald Dog-Handschuhe holen“, denke ich bei mir. „Olaf, gib Acht!“, und jetzt verharrt er in einer beobachtenden Position: das Schwänzchen im Po wackelt überhaupt nicht mehr. „Olaf, mehr!!!“ sage ich in einem sehr strengen Ton - seine Haltung versteift sich und er schaut sehr aufmerksam umher. Ich bin zufrieden und streichle ihn. Das ist sein Highlight. Aufgekratzt reibt er sich an mir beim Streicheln.


Noch nicht vom Dogplay überzeugt? Na, dann denke doch mal nach: Wenn Dich heute irgendjemand lobt, drängt sich Dir nicht unweigerlich die Frage auf: „Warum macht der das?“, „Meinte er das ernst?“, ,„Ist das nun Schleimerei, weil er dieses oder jenes will?“ oder gar: „Weiß ich selber, dass ich ‘nen schönen Schwanz habe, wie findest Du meine Augen, Junge?“

Im Dogplay ist dies einfach durch das „über-den-Kopf-streicheln“ anzunehmen, denn Du hast Deinem Herrchen grade das Stöckchen gebracht, und ich fand das wirklich süß, wie Du das gemacht hast, und dass Du es überhaupt für mich gemacht hast. Niemand muss sich Gedanken machen, wenn ich zu Dir sage „aus!“, weil ich mit dem anderen Herrchen nett reden will, denn sowas macht man mit Hunden. Die müssen irgendwann mal ruhig sein, und das wissen sie. Ich sehe Olaf dann auch nicht mehr wirklich als Mensch, sondern auch ich fühle, dass er in einer anderen Rolle steckt. Unsere Sprache wird nun irgendwie binär, und wenn das Gefühl für die Rollen einmal wirklich hergestellt ist, dann ist es bei uns so, dass es gar nicht mehr vieler Spiele bedarf, sondern wir können einfach zusammen da liegen. Ich mit einem ganz treuen Hund, der mir seine Treue demonstriert hat, und er ist dicht bei seinem Herrchen, wo er fühlt, dass das Herrchen sein Ankuscheln genießt.


Aber ich will mein Hündchen auch mal „Gassi führen“ - mal was angeben bei den Anderen, und ich weiß, dass mein Hund sich auch gern zeigt.

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Events: siehe Eventbeschreibung / read event description

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