• Dan Apus Monoceros

Kann BDSM funktionieren, wenn einer der Spieler nur bedingt will? Ist es dann eine Vergewaltigung? Darf, und wird das geil sein? Wo und wie sich BDSM und Vanilla-Sex begegnen, habe ich in diesem Erlebnisbericht zu meinem Treffen mit dem Pornosternchen DennisXL beschrieben. Vor über einem Jahr, kurz vor der Coronakrise, wurde ich von einem Stammkunden - entgegen meiner üblichen Vorlieben den Rahmen betreffend - zu einer Session in einem Hotel überredet. Es ist ja immer eine Frage des Preises ;-). Mit von der Partie war auch DennisXL: ein großer, sehr sportlicher Mann mit einem stattlichen Schwanz und einem ruhigen, natürlich—männlichem Auftreten. Wenn man in unserem Gewerbe auf einen Kollegen trifft, dann ist es in der Regel so, dass man sich online schon hunderte Male gesehen hat – natürlich, in den entsprechenden Portalen. Die Gesichter sind häufig bekannter als die der eigenen Familie. Nicht selten kommt es bei uns Callboys vor, dass man sich gegenseitig bucht, sei es zum eigenen Ausgleich, zur Gruppenbildung für den gepflegten Rudelfick oder, da man dadurch, dass man sich so häufig gesehen hat, einfach wissen will, wer hinter den Bildern steckt. Dennis und ich verstanden uns auf Anhieb und waren uns auch schnell unserer vorgesehenen Rollen bewusst: er hat mit seiner ganzen Schönheit die body-experience gegeben und den Kunden gestreichelt, sowie seinen schönen Körper berühren lassen, während ich mal wieder das perverse Schwein gewesen bin, das mit „wortakrobatischem Dirty Talk“ sich sein Recht heraus nimmt, seine Faust im Anus des Kunden zu versenken. Das schien in der Summe eine besonders gute Wirkung zu haben, denn der Kunde kam relativ schnell mit seiner eigenen Hand, und war darüber sichtlich glücklich. Dennis und ich entschieden uns dann zu einem Kaffee, und lernten uns näher kennen. „Irgendwann machen wir mal Fotos zusammen“, sagte er, aber ich winkte einfach nur ab: „Ach, was soll das bringen? Mein Steckenpferd ist nun mal BDSM. Das hat sich hier zwar gerade mal prima getroffen, aber dass ein Kunde im Gesicht eine Kuschelaction und eine Faust von einem Master gleichzeitig im Arsch haben will, ist doch eher etwas selten, und würde zudem auf einem Bild schon etwas komisch aussehen. Auf Bildern erwartet man klare Aussagen.“ „Da magst du Recht haben“, sagte Dennis und schlürfte dabei an dem viel zu bitterem Kaffee, den wir in dieser Touristenabsteige vor dem Luxushotel kredenzt bekommen hatten. Ich kam nicht umhin, die schöne Ader zu bewundern, die über seinen Bizeps verläuft, und schon beim Anheben der Kaffeetasse sexy in Bewegung gerät. „Außer, Du wärst devot und lecker Maso für mich auf den Bildern, dann können wir uns das schon überlegen“, sagte ich mit dem schelmischsten Lächeln, was ich zu bieten hatte.

„Da kenne ich mich nicht wirklich aus, bin ja doch eher so der „Boyfriend-experience“-Typ“, antwortete er und ich bemerkte einen Funken Unsicherheit in dem sonst so beständigen und selbstsicheren Mann. Das Thema verlief dann - wie viele Themen, die man „mal so“ bespricht - einfach im Sande. Aber neulich war es dann offensichtlich doch soweit, denn es erreichte mich folgende Nachricht: „Wenn wir unser Foto machen, ist es für mich okay Dein Sub zu sein“. Ich dachte mir: „wenn ich Dich kleines Dreckstück über meinem Knie liegen habe und Deinen festen, leicht haarigen Arsch spanken kann, dann scheiß ich auf die Fotos…“ Heute bin ich jedoch froh, dass er immer wieder die Kamera neu positioniert und den Selbstauslöser gedrückt hat. Leckere Erinnerung. Natürlich, leicht und wenig bekleidet trifft Denis bei mir ein, mit dem charmantesten Lächeln was man sich nur vorstellen kann. Siehe da: er bringt richtig tolles Kameraequipment mit, also nimmt er unsere Fotosession wirklich ernst. Cool…



Während ich mich - wie üblich - stundenlang in das schwere Leder reinquäle, sehe ich, wie er bereits splitterfasernackt durch meine Wohnung springt und an der Kamera rumfummelt. Herrlich zu sehen, wie da alles aufgrund der Länge, so schön langsam hin und her baumelt beim Gehen. 

„Wir fangen an mit einem Foto im Flur. Du stellst Dich jetzt mal hinter mich, kuschelst Dich jetzt mal ein wenig süß und liebevoll bei Daddy an, und ich nehme dabei Deinen Pimmel in die Hand, so dass du gleich weißt, wer hier heute der Chef ist.“ Klar lächeln wir beide bei meiner Ansage noch ein wenig, aber die latente Erotik durch ein aufkeimendes Machtgefälle im Raum, ist uns beiden bewusst. Ich erkenne aber später bei der ersten Betrachtungsrunde der Bilder, dass er auch tatsächlich wie gewohnt, auf den Bildern einfach den süßen Boy rauskehrt und „nett lächelt“. Da muss ich ihn jetzt in seine submissive Rolle reinbringen: „Schau mal, Du musst das schon fühlen, ansonsten strahlst du es einfach nicht aus, und das Bild gewinnt die Aussage "FKK meets Motorrad“. Am besten ist, ich bringe Dich jetzt mal handgreiflich in die Situation rein. Du nimmst jetzt mal drei Ohrfeigen hin, und fühlst Dich dann in die Rolle neu ein.“ Er willigt ein. Ich ziehe einen meiner Lederhandschuhe aus, greife in seine vollen Haare und klatsche ihm feste eine. Er ist nur wenig überrascht, aber lässt es sich gefallen. Mein zweiter Schlag ist verbunden mit einem sehr wütenden Gesichtsausdruck (und ich kann echt verdammt böse und fordernd gucken), sowie mit den Worten „ Du bist jetzt meine kleine Schlampe - merk Dir das“. Der dritte und letzte Schlag kommt einfach überraschend sofort nach dem zweiten, um diesen in seiner Wirkung zu steigern und keine Vorbereitungszeit zu gönnen. 
„Und jetzt hältst Du mal Deinen Knackarsch in die Kamera, wenn Du auf allen Vieren bist, damit die Welt Dir auch mal in Ruhe direkt in dein Fötzchen gucken kann.“ Er macht es ganz anständig, aber ich bin noch nicht zufrieden: "Beide Hände auf die Arschbacken und die Pobacken auseinanderziehen, damit sie mal alle genau gucken können. Ach, lass bleiben - ich mach das mal besser selbst.“ Ich merke, wie aus seiner ursprünglichen Steifheit eine Geschmeidigkeit geworden ist. Er lächelt jetzt nicht mehr verlegen, sondern lässt sich von mir leicht verbiegen, und viel mehr gefallen. Geht doch. „Jetzt gibt es ein paar Handfesseln für Dich, damit Du noch besser spürst, dass Du erst mal nichts mehr zu melden hast. Komm jetzt her, oder glaubst Du, ich komm zu Dir rüber?“ Der Kommandoton kommt bei mir ruhig und routiniert - das wirkt. Mache es ja nun auch schon einige Jahre, und hier tötet Routine nicht ab, sondern zeigt Selbstsicherheit und verstärkt somit die Dominanz. Als ich mit dem Gesicht nahe an seinem gepflegten Loch vor der Kamera posiere, schaue ich mir seinen Eingang schön an. Unweigerlich treffen mich perverse Gedanken, die ich so formuliere: „Das ist also Deine geile Spalte, die so schön in Pornos von geilen Typen durchgestoßen wurde, hm? Lecker, lecker.“




Direkt nach erneutem Drücken des Selbstauslösers, prüfe ich, wie genau diese Spalte riecht. Oh! Ganz sauber? Das kleine geile Dreckstück hat sich also vorsorglich sein Fickloch gespült. Also war wohl nichts mit „nur ein kleines Foto machen", hm? Okay, das kannst Du haben, aber anders als Du es denkst! (Von der folgenden Szene gibt es ein Video) Ich fessle ihm die Hände auf den Rücken und werfe ihn über meinen Sessel, so dass sein Loch schön in die Kamera gucken kann. „Jetzt werden wir mal Dein Männerfötzchen ein bisschen rosa machen“, sage ich mit einem Lächeln und fange an, mit dem Mittelfinger auf seine schöne Rosette zu schnipsen, so dass man immer kleine Klatschlaute hört. Ich sehe ihn zucken. Richtig schmerzhaft ist es ja noch nicht, aber es bereitet schon mal gut vor. „Lass es zucken Dein Loch … Na, nun komm schon… zeig, wie es zucken kann!“ Er spannt seinen Schließmuskel etwas an, und, obwohl nicht viel zu sehen ist, freue ich mich über das Ausführen des Befehls. Der bereit liegende Lederpaddel kommt nun zum Einsatz, und ich ziele mit der schmalen Seite direkt auf die Rosette. Jetzt kommt wirklich Bewegung in seinen muskulösen Po und ich werde immer mehr horny. Gemäß der goldenen BDSM-Regel; „Zuckerbrot und Peitsche“ wird sein Loch abwechselnd etwas geleckt und dann wieder geschlagen. Ich trommle nun so mit dem Lederpaddel auf sein von mir feucht gelecktes Männerfötzchen ein, dass ich schon die ersten rosa Verfärbungen in der Haut um seine Rosette erkennen kann. Wie erregend! Aber das geht doch bestimmt auch mit der Rosettenhaut, Oder…? Ich ziele nun hier mit dem Paddel direkt aufs Arschzentrum und geile mich daran auf, dass das natürlich etwas schmerzhafter für meinen Newbie ist. Die Haut um die Rosette herum ist noch etwas dünner und sensibler. Als ich weitermache, kommen wir wirklich an seine Grenze und er zuckt etwas mehr. Aber nur Zucken reicht mir persönlich nicht aus, denn trotz Knebel, kann das Luder doch ein bisschen für mich schreien, finde ich. Also schlage ich noch fester, bis der Knackarsch endlich mal aus der Fassung kommt und anfängt zu wimmern. Sehr gut, jetzt ist Daddy auch richtig geil. Es folgen noch ein paar Einführungsspiele mit seinem Pimmel, sowie mit seinen Klöten. „Ja, so fühlt sich mal der Pimmel ganz anders, hm?“ Brav hält er sein Gemächt weiter hin - aber da mache ich erstmal nicht so viel. Nicht alles auf einmal.


„Verdammt, jetzt musst Du mir echt noch den Schwanz blasen, sonst explodiere ich gleich.“, sage ich zu ihm. (Auch davon gibt es ein Video) Er geht brav nach diesem Befehl vor mir auf die Knie. Mit großer Freude nehme ich sein schönes Gesicht und drücke es mir auf den Schwanz. Ein Blick nach unten und ich stelle fest, dass er sein großes Gerät ausgefahren hat und nun steif ist. Mein Schwanz kreist durch sein Gesicht, und sein hübsches Mäulchen ist schön weit offen: „Willst Du ihn, hm?“ er nickt nur etwas. “Ich kann Dich nicht hören, willst Du ihn?“ und er sagt nun laut „ja“ und bekommt mein Rohr als Belohnung direkt zu schlucken. Verdammt, zieht er sich mein Teil gut rein, dieses Luder! Gern provoziere ich mit dem Schwanz seinen Rachen, und drücke den Kopf fest runter, so dass der sonst so schön „gefasste Typ“ einen netten Würgereflex verspürt. Sein devoter Blick und seine auf Befehl rausgestreckte Zunge haben mich auch verleiten lassen, direkt darauf säuberlich abzuspritzen. Sichtlich wieder - nach ein paar Minuten - in seiner Fassung zurück, haut er (wie immer trocken und sachlich) rein: „Ja ähm…das war ja spannend.“ Mann ist der süß – echt! Fazit: Ja, es geht, sich gemeinsam an BDSM heranzutasten, wenn eigentlich nur latent Interesse besteht. Empathie und klare Ansagen machen es moralisch möglich und fördern dann auch einen hervorragenden Orgasmus, denn hier geht es sowohl um das gegenseitige Erobern, als auch darum, dass beide dadurch etwas über sich selbst herausfinden. Anmerkung: die Bilder dazu findet ihr in unserer Galerie mit PW hinterlegt. Dieses kann nur mit Altersnachweis rausgegeben werden.

Hinweis: Wer das Video sehen will findet es hier: https://www.bestfans.com/dominus_berlin

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  • Dan Apus Monoceros

Aktualisiert: 2. Jan. 2021

-> English below





2020 war für uns alle ein außergewöhnliches Jahr!

Das große “C” hat das Geschehen der meisten von uns bestimmt. Freunde und wertvolle Menschen sind der Pandemie erlegen und sind nicht mehr unter uns. Andere sind komplett auf Abstand gegangen und haben fast durchgängig Kontakte vermieden oder sind eben daran verzweifelt, weil ihnen die soziale Distanz die Freude am Leben genommen hat. Viele Menschen, sogar ganze Industrien, haben keinen Job mehr, bzw. seit März keine Grundlage mehr um Geld zu verdienen.


Und so wie es eben vielen erging, erging es auch uns. Der gay-BDSM.club durfte seit März keine physischen Events mehr machen. Dies war vernünftig und zum Schutz aller natürlich auch die richtige Entscheidung. Denn unsere Events leben nun mal von sozialer Nähe und Kontakt mit anderen Menschen.



Unsere Zufluchtsorte, das SinBerlin, das Club Culture Houze und andere Safe Spaces, durften wir nicht aufsuchen. Orte, wo wir gelacht und gefeiert haben, wo wir Neues gelernt und erfahren haben, wo Menschen ihre ersten Schritte in die kinky Welt machten, wo es heiß zur Sache ging, wo sich Freundschaften und Beziehungen gefunden haben. Es war, wie eine Familie, die sich regelmäßig getroffen hat. Eine Familie, die uns allen fehlt!


An diesen wunderschönen Orten hängt aber nicht nur viel Herz, sondern auch Menschen und Schicksale. Wie auch in anderen Branchen mussten einige den Job aufgeben, einige Orte sogar schließen. Um so mehr freue ich mich, dass all unsere Partner und Orte bisher überlebt haben!

Dies kam aber nicht von Ungefähr! Viel Geld kam von privaten Spendern und natürlich der Großteil von den Inhabern. Für dieses Herzblut und diese Treue zur kinky Welt bin ich sehr dankbar und lässt mich zuversichtlich in die Zukunft blicken!


Auch wir haben ein Corona Konzept gestartet. Solange es möglich war, boten wir kinky Meet-Ups im Außenbereich an. So konnten wir zur Folsom den Gästen ein abwechslungsreiches und Corona-konformes Programm bieten und die Teegesellschaft im Park machen. Auch haben wir mit kink Coaching ein Beratungsangebot für Paare und Singles entwickelt, welches sowohl online, wie auch offline abgefrgt werden kann. Außerdem haben wir die online Bondage Kurse erfolgreich gestartet und auch einige andere online Events etabliert, wie das Dinner in Wonderland. Ei weiterer wichtiger Baustein ist unsere Spendenseite, wo unsere Supporter mit kinky Kunst belohnt werden.


Und im nächsten Jahr wird es von allem noch mehr geben! Die neuen Workshops habe ich bereits online gestellt und weitere werden folgen!


Ich bin sehr sehr froh, dass sowohl wir, als auch all unsere Partner 2020 erfolgreich überlebt haben und dass wir auch in 2021 weiter unsere Arbeit für die Community tun werden. Sobald als möglich natürlich auch wieder physisch.


Für Eure Unterstützung möchte ich ein riesiges DANKE aussprechen! Danke für Eure Unterstützung, dass ihr Spaß an unseren Events hattet, dass ihr euch in unseren Kursen Neues gelernt und eure Skills gestärkt habt, dass ihr uns weiter empfohlen habt, unsere Beiträge auf den sozialen Medien liket und teilt, dass ihr für uns oder unsere Partner gespendet habt, dass ihr für andere Menschen aus der Community da wart und danke, dass ihr immer noch an uns glaubt und dass wir es so gemeinsam schaffen werden!


Wer uns gerne weiter unterstützen möchte, kann dies gerne über unsere Patreon Page tun. Hier auch ein kleiner Beitrag von dort.


Kinky xmas und ein besseres 2021!


Sehr gerührt und dankbar Euer

Dan

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Merry Christmas and a better 2021


2020 was an extraordinary year for all of us!


The big “C” determined what most of us did. Friends and precious people have succumbed to the pandemic and are no longer with us. Others have kept their distance and have avoided contact almost entirely or are desperate because the social distance has taken away the joy of life. Many people, even entire industries, no longer have a job, or since March no longer have a basis to earn their living.


And just as it happened to many, so did us. The gay-BDSM.club has not been allowed to hold any physical events since March. This was sensible and of course the right decision to protect everyone. Because our events thrive on social closeness and contact with other people.


We were not allowed to go to our hideaways, SinBerlin, Club Culture Houze and other safe spaces. Places where we laughed and partied, where we learned and experienced new things, where people took their first steps into the kinky world, where things got really hot, where friendships and relationships were found. It was like a family that met regularly. A family that we all miss!


But not only a lot of heart hangs in these beautiful places, but also people and fates. As in other industries, some have had to quit their jobs and even close some places. So I'm all the more pleased that all of our partners and locations have survived so far!


But this was not by chance! A lot of money came from private donors and of course most of it from the owners. I am very grateful for this passion and loyalty to the kinky world and look to the future with confidence!


We have also started a corona concept. As long as it was possible, we held kinky meet-ups in the outdoor area. So we were able to offer the guests a varied and Corona-compliant program at Folsom and have the tea party in the park. With kink Coaching we have also developed a counseling service for couples and singles, which can be queried both online and offline. We have also successfully started the online bondage courses and also established several other online events, such as the Dinner in Wonderland. Another important component is our donation page, where our supporters are rewarded with kinky art.


And there will be more of everything in the next year! I have already put the new workshops online and more will follow!


I am very, very happy that both we and all our partners successfully survived 2020 and that we will continue to do our work for the community in 2021. As soon as possible, of course, physically again.


I would like to express a huge THANK YOU for your support! Thank you for your support, that you enjoyed our events, that you learned new things and strengthened your skills in our courses, that you recommended us to others, that you like and share our posts on social media, that you donated for us or our partner, that you were there for other people from the community and thank you that you still believe in us and that we can do it together!


If you would like to support us further, you can do so via our Patreon Page. Here is a small contribution from there.





Kinky xmas and a better 2021!


Very touched and grateful to you


Dan

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  • Dan Apus Monoceros

Den passenden Bondagepartner zu finden ist gar nicht so leicht. Es passt nicht, es herrscht kein Vertrauen, er lebt viel zu weit weg, um sich einfach mal zum Üben zu treffen oder man hat einfach keinen. Gründe gibt es viele und hier langfristig den Richtigen zu finden ist immer mit vielen Mühen verbunden. Anders ist es meistens, wenn man bereits erfahren ist und viele Bondage Bunnies dann gerne von einem gefesselt werden wollen. Aber wie kommt man erst mal zu dem Punkt, wo man als erfahren genug gilt?


Daher werde ich immer wieder gefragt, ob man (oder Frau) beim Bondagekurs auch ohne Partner/in mitmachen kann. Dies ist natürlich kein Problem! Normalerweise findet sich immer spontan jemanden vor Ort. Gerade in Zeite von Corona ist dies aber nur mit einer Mund-Nase-Bedeckung möglich und im Online-Kurs ist dies gar nicht umsetzbar. Bei den letzteren biete ich daher viele Fesselungen auch als Self-Bondage Versionen und Trockenübungen an. Man kann sich aber auch mit Haushaltsgegenständen behelfen oder eine Bondagepuppe machen. Die zuletzt Genannte ist dabei eine sehr gute Lösung und man kann bis zu einem hohen Niveau üben, ohne (zumindest ohne durchgängig) einen festen Partner.


In diesem Artikel erfahrt ihr:

  • Übersicht an Möglichkeiten für Bondage ohne festen Partner

  • Reine Trainings-Partner

  • Trockenübungen

  • Gegenstände fesseln

  • Self-Bondage

  • Bondage-Puppe

  • Was kann man alles als eine Bondagepuppe verwenden?

  • Wie man sich selbst eine Bondage-Puppe machen?

  • Was sind die Vorteile und Nachteile einer Bondage Puppe?



Übersicht an Möglichkeiten

Bevor wir uns genauer der Bondage Puppe zuwenden, werden uns zunächst mal die anderen Möglichkeiten anschauen.


Der Trainingspartner

Klar ist dies immer der beste Weg. Idealerweise, der feste Bondagepartner. Das muss nicht zwangsweise der feste Freund sein oder es muss ein perfektes Match sein, aber irgendwie sollte es eben schon passen. Wenn man als Rigger erfahren ist, dann ist es meist ein leichtes auch einen passenden Partner/in zu finden. Ein guter Ruf vorausgesetzt, begeben sich selbst andere dominante Personen gerne in die Hände des Experten, um das Erlebnis und die Hingabe zu erfahren. Denn gute Rigger sind selten. Wer fleißig am Üben ist und nicht nur den Kurs besucht, sondern auch privat trainiert, sollte schnell auf einem guten Niveau sein. Ein paar gute Bilder der eigenen Arbeit auf der ein oder anderen einschlägigen Plattform (FetLife, PlanetRomeo, Recon, usw.) und das ganze sollte sehr schnell laufen. Am Anfang aber, wenn man noch unerfahren ist und nur wenig Referenzen vorweisen kann, ist es dann doch schwerer jemanden zu finden, der einem vertraut und sich fallen lassen will. Daher ist hier häufig eine Alternative erforderlich.


Trockenübungen und Motive

Wenn man niemanden zu üben hat, was soll man tun? Natürlich sind Trockenübungen die einfachste Variante. Ganz ohne Partner ist (Zier-)Knoten üben immer eine wichtige Sache. Nicht nur dass man diese, teilweise sehr komplexen Knoten später besser kann und mit einem Partner dann wesentlich kompetenter rüberkommt, sondern ist jede Arbeit mit dem Seil eine gute Übung und bringt ein besseres Gefühl. Man lernt quasi, wie das Seil fällt, wann es leichter geht und wann schwerer. Dabei gibt es sehr aufwändige und schöne Zierknoten, die man wenn man sie vorher nicht regelmäßig übt wohl spontan gar nicht hinbekommt.


Gegenstände fesseln

Aber wer nun nicht nur Armbänder flechten will, der kann sich auch den eigenen Fuß oder ein Stuhlbein nehmen, um hier die Wicklungen zu üben. An Möbeln kann man dabei besonders gut üben und neben den Basisknoten auch die Seilführung und die Verbindung von Seilen. Dabei kann man an Gegenständen, wie einer Stuhllehne schon fast einen Oberkörper nachempfinden, Arme oder Beine an Rohren, usw. Aber auch einfach mit Seil zwischen Gegenständen zu arbeiten kann bereits viel Spaß machen und triggert die Kreativität und die Erfahrung, die man später für den Partner benötigt.


Auch bei Möbeln immer Consensual spielen ;)
Auch bei Möbeln immer Consensual spielen ;)

Self-Bondage*

Selfbondage ist nicht nur eine Nothilfe, um den Partnermangel auszugleichen, sondern auch ein wichtiges Trainingstool für jeden neuen Rigger, um die richtige Spannung zu erfahren und das Seil-Feeling auszuprobieren. Man erfährt wortwörtlich am eigenen Leib wie es sich anfühlt, man spürt jeden Fehler sofort und kann somit direkt sagen, ob etwas gut oder schlecht ist. Dies ist besonders von Vorteil, wenn beide Parteien neu sind und daher auch der Sub nicht richtig einschätzen kann, ob alles gut ist oder ob nicht. So manche Beschwerde des Subs wird dem Top dann auch klarer und verständlicher und er kann selber besser einschätzen, welche Situationen besonders unangenehm sind. Im Kurs werden hierfür extra Übungen erklärt, die man dann in aller Ruhe zuhause nutzen kann, um seine Bondage Skills aktiv zu verbessern.


* Achtung: hier ist mit Self-Bondage nicht das erreichen der tatsächlichen Wehrlosigkeit gemeint, sondern vielmehr die Arbeit mit dem Seil am eigenen Körper, ohne dass man hierbei wehrlos wird. Meint man es jedoch ernst mit sich selbst, so sollte man stets eine Sicherheitsschere in erreichbarer Nähe habe, um sich für den Fall der Fälle wieder frei zu schneiden!



Die Bondagepuppe

Self-Bondage hat aber seine Grenzen und nicht jede Fesselung ist wirklich als Selfbondage umzusetzen. Denn wenn die Hände erstmal gefesselt sind, wird es meistens schwer. Daher ist die Bondagepuppe eine tolle Hilfestellung. Dabei gibt es aber sehr viele unterschiedliche Modelle und Möglichkeiten einer Bondagepuppe.



Welche Bondage Puppen gibt es?

Zunächst mal ist damit nicht die kinky Barbie Puppen Kollektion von Etsy gemeint, auch wenn Ken mit Ständer sehr nice ist ;-P


Eher passend, sind die menschengroßen Sexpuppen. Ich konnte diese zwar noch nie testen, aber scheinen sie von der Anatomie sehr korrekt nachgestellt zu sein und ich würde erwarten, dass Gelenke und Knochen korrekt sind. Fraglich ist, wie robust die Haut gegenüber rauem Seil und Ropemarks ist. Sie werden zwar keinen Bluterguss haben, aber da wo die menschliche Haut kleine Risse und Wunden schnell regeneriert, wird in der Soft Skin hingegen langfristig ein Problem bleiben.


Diese Profi-Puppen kosten leicht ein bis mehrere Tausend Euros und sind für unseren Zweck somit völlig überzogen. Was aber mit der klassischen Aufblaspuppe? Eigentlich schon mal sehr gut, was Preis und Leistung angeht. Großer Nachteil aber, dass Gelenke und Knochen nicht vorhanden sind und wir somit auch viel Unrealistisches machen können und sich die Puppe nicht wie ein menschlicher Körper verhält.


Ähnliches gilt übrigens auch für Riesen Plüschtiere, wie diesen. Durch das feste Futter sind sie dem echten Bondage-Partner näher, aber immer noch weit entfernt von der menschlichen Anatomie. Dafür schauen Sie aber so süß aus. Wer nun aber nicht besonders gut beim Schießen auf dem Jahrmarkt ist muss dann doch schon etwas in die Tasche greifen, wie zum Beispiel hier.


Eine Schaufensterpuppe vor allem auf dem Trödel oder auf Kleinanzeigen ist definitiv eine preiswertere Alternative. Je nach Ausführung kann sie den gesamten Körper umfassen. Sie ist aber starr und meistens sind nur wenige Gelenke beweglich. Für die meisten Fesselungen somit keine Option. Außerdem hält an der glatten Außenhaut ein Seil nur sehr schlecht und rutscht leicht ab. Somit ist eine realitätsnahe Fesselung kaum möglich.





Ähnliches gilt für die Schneiderpuppe. Häufig fehlen ihr die Extremitäten. Vollständige und voll bewegliche Modelle sind hingegen sehr realitätsnah und durchaus eine adäquate Lösung. Auch die Außenhaut ist meist weich und erlaubt ein wesentlich realeres FesselgefühlMan muss hier aber auch mit mehreren Hundert Euro rechnen, was aber für den echten Fessel Liebhaber durchaus akzeptabel ist. Ein Beispiel ist hier zu finden: https://www.aktionsangebote.de/product_info.php/info/p3229_Schneiderpuppe-Maennlich-Beweglich-Bewegliche-Arme-grau.html


Um die fehlenden Extremitäten bei den beiden genannten Puppen passend nachzubilden, kann man mit Schlauch und Rohrisolierer Arme dran basteln. Cool hierbei ist, dass man beim Schlauch an den Stellen der Gelenke mittels Einschnitten die Flexibilität erhöhen und an den Stellen der Knochen mittels Stöcken diese stabilisieren kann. Anschließend kommt noch die Rohrisolierung drum rum, wobei diese an den Gelenken ausgespart wird. Ein Sweater oder Pulli drüber und schon ist die Puppe fertig.


Meine Empfehlung und eine noch einfachere und günstigere Alternative, die man meist komplett ohne Zukauf weiterer Sachen hinbekommt ist die folgende:


Die selbstgemachte Bondage Puppe aus Haushaltsgegenständen

Man nimmt einen Besenstiel, wickelt drumherum eine Bettdecke für den Torso und packt das ganze in ein Sweatshirt (idealerweise mit Kapuze). Für die aufrechte Haltung kann man den Besenstiel mit Kabelbinder oder Klebeband an einen Stuhl, ein Tischbein oder ähnliches binden. Will man die Puppe im liegen fesseln, so kann dies weggelassen werden. Die Arme stopft man mit je zwei leeren PET Flaschen aus. Die Gelenke befinden sich dann zwischen den Flaschen und die Flaschen selbst simulieren die Knochen. Die Kapuze des Sweat wird mit einem Teil der Decke oder einem langen Kissen, das bis in den Körper geht, simuliert. Die Kapuze vorne zuziehen und der Kopf ist relativ stabil…


Für alle Fesselungen im Sitzen, Stehen oder Liegen ist diese Version bereits wunderbar ausreichend und man braucht meistens nichts Neues mehr zu kaufen. Wer auch die Beine integrieren möchte, sollte das gleiche Prinzip auch auf eine Sporthose anwenden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Besenstiel nicht die Beine beim Einknicken blockiert. Es kann also sein, das man ihn kürzen muss. Verzichtet man hingegen darauf ein Bein an zu winkeln, kann er hier mit den PET Flaschen weitergeführt werden und zusätzlich stehen.





Möchte man Hände simuliere, so muss man zusätzlich mit Handtüchern ausgestopfte Handschuhe aus den Ärmeln herausschauen lassen. Man kann die Handtücher um die PET Flaschen legen, um diese so zu befestigen.


Wenn man sie regelmäßig und fest nutzen möchte, macht es Sinn die einzelnen Teile mit Kabelbinder oder Klebeband fest zusammen zu bringen.



Vor & Nachteile der Bondagepuppe

Die selbstgemachte Bondagepuppe aus Haushaltsgegenständen hat quasi die Anatomie eines Mensch mit Torso, Armen, Beinen und Kopf, evtl. sogar dem Unterkörper und Händen. Man kann sie hervorragend zum Fesseln üben verwenden, egal ob im Stehen, Sitzen oder Liegen. Man kann die Seile wie bei einem echten Menschen anlegen und die Seilführung entsprechend üben. Die Gelenke werden durch die Leerräume gut nachempfunden.



Natürlich gibt es aber auch Nachteile. Die Puppe kann weder eine Position halten, noch sich bewegen. Das Fesseln eines sich wehrenden oder bewegenden Subs wird hierbei also nicht geübt. Auch wird sie wird dem Fesselnden also aus den Händen gleiten. Dies ist besonders dann der Fall, wenn man gegen sie stößt. Man wird also beim Fesseln mit der Puppe versuchen, kein Druck auf diese zu geben und diese quasi unberührt zu lassen. In einer realen Session ist dies aber durchaus gewünscht und die menschliche Bewegung auf dieser Ebene kann nicht nachgebildet werden.


Außerdem hat die Puppe keine Knochen, Nerven oder Gelenke und man kann, die einzelnen Teile daher auch unnatürlich bewegen. Auch hat die Puppe keine Nerven und keine Haut, die man einquetschen kann. Sie wird also kein Feedback geben, ob man etwas gut oder schlecht, zu fest oder zu locker macht. Hier kann aber das bereits weiter oben erklärte Selfbondage helfen, wo man eben dies hervorragend üben kann!


Ganz prinzipiell fehlt der komplette menschliche Anteil. Stimme, Austausch, Kommunikation, egal ob verbaler oder nonverbaler Natur gibt es einfach nicht. Weder im positiven, noch im negativen Sinne.


Fazit

Man kann sagen, dass die Bondagepuppe eine sehr gute Möglichkeit ist, um Bondage ohne Partner zu lernen. Sie wird natürlich nie an den Lernerfolg und auch den Spaß mit einem echten Partner heran kommen. Sie ist aber eine super Übungsmöglichkeit um die reine Technik zu lernen, wenn man in Kombination mit Selfbondage auch das sonst ausbleibende Feedback zum Feeling erfährt. Man darf jedoch nie vergessen, dass wir später einen Menschen vor uns haben werden mit ganz anderen Bedürfnissen, als nur einer ordentlichen Seilführung. Diese emotionalen und interaktiven Elemente kann man nur mit dem jeweiligen Partner erfahren, lernen und üben. Wenn man aber die Knoten und technischen Grundlagen dann schon beherrscht, ist dies aber besonders vorteilhaft, da man sich dann voll auf den Partner konzentrieren kann.


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