• Dan Apus Monoceros

Offene Beziehung und Fetisch


"Mein Mann, sein BoyToy, mein Puppy und ich waren am Wochenende auf der gay-BDSM.club play night und haben da meinen Slave von letzter Woche getroffen, wo wir dann in einer orgie endeten."


Wenn du denkst, dass diese Einleitung nicht gerade sonderlich kreativ ist, dann willkommen in meiner Welt ;)


Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von nicht-monogamen Beziehungsformen und sowohl im schwulen Bereich, wie auch im BDSM und Fetisch Umfeld scheinen diese eher Normal als die Ausnahme zu sein. Besonders die offene Beziehung hat sich hierbei etabliert. Gerade bei BDSM und fetischbasierten Beziehungen, wo man sonst häufig auf die typische Beziehungs falle stößt, scheint das absolut sinnvoll.


Aber wieso ist das so? Mach das Sinn? geht es auch anders? Was ist eigentlich die beziehungsfalle? und wie gestaltet man eigentlich eine erfolgreiche offene Beziehung?


Aber lasst uns von Anfang an anfangen



Was ist genau eine offene Beziehung?

Eine Beziehung findet auf unterschiedlichen Ebenen statt und integrierte Elemente wie Liebe, Zusammenleben, Sexualität, den Aufbau einer gemeinsamen Zukunft, vertrauen, Romantik, gemeinsame Freunde oder Interessen, vertrautheitsgefühle Geborgenheit und vieles mehr. Auch Fetische Kinks und ähnliche Elemente können Teil einer Beziehung sein.


In einer offenen Beziehung dürfen beide Partner sexuelle Bedürfnisse, Kinks und ähnliche Vorlieben auch außerhalb der Beziehung ausleben. Dennoch ist keiner dieser sexual oder Spielpartner auf dem gleichen Level wie der Hauptpartner, sondern sie sind nachgestellt und im Vergleich zum Hauptpartner sekundär.


Häufig gibt es dabei Rahmenbedingungen, wie die Partner ihre offene Beziehung gestalten, um sie für beide Partner positiv zu machen. Dies kann dann z.B ein Veto-Recht Hauptpartner sein, dass bestimmte Praktiken nicht außerhalb der Hauptbeziehung gemacht werden sollen, dass bestimmte Orte für rein sexuelle Partner tabu sind oder dass außerhalb der Hauptbeziehung nur safersex gemacht werden darf.


Es gibt aber nicht nur Regeln und Einschränkungen, sondern es werden auch häufig positive und die hauptbeziehung aktiv haltende Maßnahmen definiert, wie zum Beispiel dass man ein Pärchenabend einmal die Woche macht, über verschiedene Erfahrungen miteinander redet, oder zumindest Grundsätze verankert, dass wenn man sich irgendwie komisch fühlt oder Eifersucht aufkommt, dass man über die Probleme offen redet.


Seid fair zu allen Beteiligten.

Egal wie ihr die Beziehung dann genau gestaltet, es ist wichtig, dass alle Beteiligten auf ihre Kosten kommen und dass alle Beteiligten sich in der Gestaltung wohlfühlen. Lasst reine Fetisch oder Sexualpartner daher nicht im Unklaren und wenn ihr so ein Partner seid, so könnt ihr hier auch langfristig spannende Erlebnisse mit einem anderen Kinkster aufbauen und vielleicht sogar mit zweien oder noch mehr.


Eine offene Beziehung gestalten

Sie erfordert aber auch aktive Beziehungsarbeit, Absprachen, Verständnis für den Partner und Zeit und Nerven, um daran zu arbeiten. Probleme in einer offenen Beziehung sollten nicht einfach ignoriert werden und man sollte sich selbst auch nicht zu sehr gehen lassen, … schließlich muss man den Partner ja immer wieder von sich überzeugen. Aber fehlt diese aktive Beziehungsarbeit und das Kümmern um den Partner und sich selbst, so geht auch jede andere Beziehung in die Brüche…


Vorteile einer offenen Beziehung

Ein gesunder Wettbewerb mit anderen macht attraktiv und begehrt. Von mehreren Partnern begehrt zu werden steigert das Selbstwertgefühl. Neue Erfahrungen außerhalb der Kernbeziehung bringen auch neue Impulse in die Kernbeziehung und erweitert das Wissen der Partner. Die Möglichkeit sich ausleben zu können reduziert Druck und man kann sich auch während einer Beziehung noch weiterentwickeln und entfalten, selbst wenn der Partner dafür eigentlich nicht bereitstehen würde. Außerdem kann eine offene Beziehung den Erwartungsdruck nehmen und bietet viele Möglichkeiten sich selbst weiterzuentwickeln und voll zu entfalten.


Ein entscheidender Vorteil ist, dass nicht der eine Partner alle Bedürfnisse seines Partners befriedigen muss. Werden Fetische oder besondere Vorlieben in der Beziehung durch den eigenen Partner nicht ausreichend befriedigt, so besteht ja auch die Möglichkeit auf andere Partner zurückzugreifen und somit die kernbeziehung sicher und intakt zu halten.




Nicht jede Fetisch-Beziehung muss eine offene sein, aber diese 3 würden Sinn machen…

Es gibt viele glückliche Fetisch-Paare, die dies monogam oder gemeinsam mit anderen ausleben. Eine offene Beziehung kann eine Möglichkeit sein, aber es gibt auch viele weitere Modelle, die hier Möglichkeiten bieten. Hier wollen wir uns auf 3 typische Situationen konzentrieren, wo es sinn macht eine Fetisch Beziehung offen zu gestalten:

  • Stracciatella Beziehung

  • Semi-match mit/ohne Beziehungsfalle

  • Blocked headspace


Stracciatella oder Vanilla - Kinky Beziehung

Je nachdem wo die Liebe hinfällt kann es passieren dass ein Vanilla mit einem kinky Menschen zusammenkommen. Oder einer der Partner stellt einfach erst im Laufe der Zeit fest, dass er auch andere Bedürfnisse hat als nur die klassischen Dinge.


Der Wunsch nach Fetisch und kinks kann eine Beziehung zu Bruch gehen lassen, wenn diese in der Beziehung nicht erfüllt wird. Wenn ein Partner diesen Teil aber nicht bieten kann oder möchte so wäre es nicht fair dass er hierzu genötigt werden würde. Andersrum sollte derjenige der eben diesen Wunsch hat sich ebenfalls entfalten können.


Auf jeden Fall ist es sehr gut, wenn ihr hierüber offen redet. Häufig ist ein Partner dann bereit, gewisse Fetische zusammen auszuprobieren und entdeckt dabei vielleicht auch für sich etwas Neues.


Öffnung für fetisch und kinks

Bei manchen Fetischen und Vorlieben fühlt es sich aber falsch an wenn der eigene Partner dies macht. Erniedrigung und Demütigung Spiele sind zum Beispiel Sachen die häufig mit dem eigenen Partner sich eher komisch anfühlen. In diesem Fall macht es absolut Sinn, wenn ich hier für einen Außenstehenden Partner sucht.


Eine offene Beziehung ist hierbei eine wunderbare Sache, wobei man genau definieren kann wie weit sich beide Partner ausleben dürfen. Man kann dies auch wirklich nur für den Kink öffnen, wenn dies der wunsch ist und z.B klassischen Sex nicht mit anderen Partnern erlauben. In der Praxis macht es aber absolut Sinn, wenn zumindest einige Basis Praktiken aus auf dem sexuellen Bereich erlaubt werden, da diese häufig Teil des bdsm-spiels sind. Bei einigen Rollenspielen ist dies aber wiederum nicht notwendig, so kann man beispielsweise komplett asexuell fesseln und sich hierbei mehr auf Hingabe und Intimität konzentrieren oder auch im puppy play oder beim nicht sexuellen Slave wird asexuell gespielt.


Man sollte auch nicht unterschätzen, dass sich die Vorlieben mit der Zeit wandeln. Es kann z.B sein dass jemand sich einfach nur etwas ausprobieren möchte und anschließend auch für sich entscheidet dass es eine der Ausflug war und er damit nichts mehr zu tun haben möchte. Es kann aber auch sein, dass der vanillapartner dann etwas Neues für sich entdeckt und somit von sich aus auch mehr Kink in die Beziehung bringt.




Semi-match

Das semi Match ist ein typisches Problem vor allem in der BDSM Welt. hierbei ist es so, dass die Partner zwar beide prinzipiell auf BDSM Praktiken stehen, aber eben auf unterschiedliche. Ein Partner kann z.B auf Schmerzen stehen, und ein anderer steht eher auf Kontrollverlust, beide Partner sind vor allem aktiv und dominant oder eben gegenteiliges oder das Matchbist aus einem anderen Grund nicht 100%ig, was eher die regel als die Ausnahme ist.


Wer sich liebt, geht Kompromisse ein.

Was tun wir nicht alles für unseren Partner … aber das heißt nicht dass es eben gleichzeitig auch für uns das richtige ist!


Die Beziehungsfalle

Und hier kommt in gewisser Weise die beziehungsfalle ins Spiel. Viele BDSM Praktiken beruhen auf der Vorstellung dass ich einen Partner einfach etwas nimmt und der sub ist gerne bereit dies zu geben. Die Geilheit entsteht durch die gefühlte Asymmetrie in der Hierarchie und Machtverteilung und den daran gebundenen Missbrauch der Dominanz zum Vergnügen des Doms. Man leidet also für den Partner oder man nimmt eine Einschränkung für den Dom in Kauf oder ähnliches. Wenn der Dom dann dies aber für den Sub tut, dann geht dieser Reiz eben für den Sub verloren. Wenn der Dom auch weiß, was der Sub nicht mag, dann wird er dies auch nicht mehr einfordern, bzw wenn er es einfordert wird er daran denken dass sein Partner dies ja eigentlich gar nicht mag und nicht so sehr genießen können wir dies bei einem Spielpartner tun würde, wo er eine weniger intensive Bindung verspürt. Denn schließlich möchte ja jeder nur das Beste für seinen Partner, was in diesem Fall aber eben dazu führt dass sonst positiv wahrgenommene Erlebnisse negativ interpretiert werden.


Wie man die Beziehungsfalle überwindet?

Der Trick um diese beziehungsfalle zu überwinden liegt darin sich nur auf das zu konzentrieren was den Partner geil macht, und dies zu verstärken. Heißt anstatt daran zu denken was der Partner eigentlich gerade nicht mag und sich darauf zu konzentrieren, macht man etwas was der Partner mag um sich dann an der Geilheit und dem darin gebundenen positiven Feedback des eigenen Partners zu erfreuen. Dies gilt dann natürlich für beide Seiten und man muss sich bis zu einem gewissen Grade dann auch selbst erstmal davon überzeugen, dass die so funktionieren wird.



Was sind die Besonderheiten von Fetischen und BDSM?

Viele Fetische, BDSM Praktiken und Rollenspiele arbeiten mit dem Konzept des mindsets oder headspace. Heißt, es werden für bestimmte Fetische und Rollenspiele bestimmte Geisteshaltungen kreiert die zu den jeweiligen Praktiken passen. Die Teilnehmer gehen dann voll oder zumindest zu einem großen Teil in diesen Geisteshaltung auf und leben sich hier durch aus! In Extremfällen sind die Teilnehmer hierbei nicht mehr in der Lage zu reden, eine bestimmte Person anzuschauen, haben bestimmte Protokolle verinnerlicht, sind schmerzresistenter, teilweise nicht mehr mit der Außenwelt so verknüpft wie sie sonst sind. Ein Sub in einem starken subspace kann sehr schmerzresistent sein, aber reagiert auch nicht mehr auf andere Reize die von außen auf dem einwirken. Dies klappt nur, wenn es sich voll in seine Rolle fallen lassen kann und die Umgebung ausblenden kann.


Den headspace erreichen

Es klappt aber nicht immer, dass man in den entsprechenden headspace kommt. Faktoren wie fehlendes Vertrauen, Unsicherheit oder andere Themen die einem gerade mehr durch den Kopf gehen können dazu führen dass man nicht loslassen kann. Die Teilnehmer erreichen den gewünschten headspace nicht und wenn dies langere zeit so bleibt werden viele Sessions dann auch wieder abgebrochen.


Externe faktoren können es unterstützen oder hemmen, dass man den headspace erreicht. Förderlich Faktoren sind dinge wie bestimmte outfits und gear, die Anwendung von bestimmten Verhaltensweisen, externe Partner, bestimmte Umgebung oder ähnliches. Umso häufiger man diese für sich zu Unterstützung genutzt hat, umso stärker werden diese Elemente mit den entsprechenden headspaces verknüpft. Verwendet man hingegen viele Elemente, die mit anderen Dingen verknüpft sind, wie zum Beispiel Alltagskleidung in der eigenen Wohnung, so kann es schwerer werden hier den headspace eben zu erreichen.


Fetisch in der Beziehung

Auch der Partner kann ein förderer oder hemmender Faktor sein. Fördernd im Sinne dass man hier Vertrauen hat, und leichter loslassen kann, aber auch hemmend im Sinne von dass man mit diesem Menschen auch sehr viel andere Dinge teilt und häufig über mindestens ähnlich emotionale Dinge redet, die aber eben überhaupt nicht sexuell sind.


Der folgende Beispielsatz verdeutlicht dies immer relativ gut:


"Leck mir sie Stiefel sklave"

"Aber nur wenn du sie danach direkt in den Schrank räumst und nicht wieder rumliegen lässt."


Selbst wenn der Sklave dies so nie sagen würde, so denkt er dies vielleicht gerade in der Situation. Allein dieser Gedanke wird verhindern dass es sich wirklich in der Situation voll fallen lassen kann. Die Beziehung und deren Konflikte und Themen überlagern die D/s Situation. Wahrscheinlich wird es dennoch klappen hier eine passende Situation weiterzuentwickeln, aber werden immer mehr Faktoren hier zusammenkommen, wird dies immer schwieriger.


Gefühlt scheint hier vor allem die Doms ihr Probleme zu haben, da diese häufig weniger stark ausgeprägte headspaces haben. Sehr häufig sind sie in Alltag und während des Spiels in ähnlichen Stimmungen und müssen sich häufig dabei nur wenig verändern. Diese Ähnlichkeit macht es aber häufig schwierig eben hier eine klare Separierung zu machen und die ist auch strikt voneinander zu trennen. Wenn man dann noch starke emotionalen Einfluss aus dem Alltag mit dem Partner hat, kann dies das Spiel entsprechend beeinflussen und man denkt gerade nicht mehr an "die Drecksau der auf dem Boden kriecht", sondern "an das Gemecker"... aber natürlich gibt es auch ähnliche Effekte andersrum, wie oben beschrieben.


Mögliche Lösungen

Viele Paare haben hierbei einfache Lösungen für sich gefunden, und haben gelernt explizit abzuschalten. Einige Paare geben sich Signale bevor sie die gemeinsame Wohnung betreten, in welcher Stimmung man heute ist. Bestimmte Räume sich für dieses Spiel freizuhalten ist ebenfalls ein sehr guter Weg, genauso wie entsprechende Outfits und ähnliche Elemente. Start Wörter (ahnlich den Stoppwörtern) ebenfalls. Auch die Veränderung von Licht und Stimmung können helfen und sind mit LEDs in der eigenen Wohnungschnell gemacht. Der gemeinsame Ausflug in einen BDSM Club ist absolut hilfreich oder auch wenn man sich andere Partner mit dazu holt wird es dies erleichtern in die richtige Stimmung zu kommen. Hier gibt es auch noch viele weitere Ansätze aber ihr müsst letztendlich für euch herausfinden welche für euch die besten Erfolgschancen haben und auchbetwas experimentieren. Den richtigen Headset zu kommen ist aber auch eine trainingsfrage und kann durch mentale Trainingsmethoden gefördert werden.


Tipp:

Wer hier gut vorbereitet sein will, kann über verschiedene selbst konditionierungsmaßnahmen sich darauf trainieren bereits während dem umziehprozess in den richtigen headspace zu kommen. Es gibt aber auch Tricks und Techniken wie man die sehr schnell hinbekommt ohne hierbei gleich externe Elemente wie Kleidung oder ähnliches hinzubekommen.


Fetisch & offene Beziehung ein Match!?

Jeder muss für sich entscheiden, welche Beziehungen er sich für sich vorstellen kann und gemeinsam mit eurem Partner solltet ihr die passende für euch finden.


Langfristig sind Kompromisse und Verzicht in einer Beziehung definitiv keine Lösung. Wer merkt, dass er in der Beziehung nicht hundertprozentig auf seine Kosten kommt, sollte eben überlegen, ob er hier die Beziehung nicht öffnet. Dies muss nicht zwangsweise in jedem Bereich sein und ohne Rahmenbedingungen, sondern kann und sollte nach gegenseitigen Absprachen und Vereinbarungen erfolgen. Wer langfristig nicht glücklich und auch sexuell erfüllt ist, wird Wege finden… und sich an Dingen aufhängen, die in einer gut funktionierenden offenen Beziehung kein Problem werden. Das kann zu Lasten der Beziehung führen und im schlimmsten Fall diese beenden.


Wer aber eine Beziehung öffnet, sollte immer daran denken, dass wenn man an der einen Seite etwas mehr Freiheiten gibt, dass man dann auch auf der anderen Seite Vertrauen braucht. Reden ist essentiell, auch über Gefühle, Ängste, Bedenken, Wünsche und Grenzen. Daher machen Kompromisse und Absprachen ebenfalls Sinn. Aber das gute Gefühl mit dem Partner ist noch essentieller, denn das Reden soll ja vor allem genau dies erzeugen. Nehmt euch daher auch immer ausreichend Zeit für den Partner und haltet den fetisch in dem Rahmen, dass ihr selbst und eure Beziehung nicht zu kurz kommen.


Dan Apus Monoceros

Coach für moderne Beziehungen und Kinks


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  • Dan Apus Monoceros

Zwischen Community und einem persönlichen Erlebnis

by Dan Apus Monoceros (Sex-, Kink- und Beziehungs-Coach)


Puppys sind mittlerweile fester Bestandteil der Community. Sie haben ihre eigenen Stammtische, Events und Kommunikationskanäle geschaffen, sind aber auch Teil von anderen Communities. Egal ob auf Prides, auf Parties, auf Fetisch Events oder in den Szene-Kiezen. Puppy Play kann Identität und Zugehörigkeit bedeuten, es kann aber auch etwas ganz persönliches und privates sein, welches das Puppy für sich alleine oder mit seinen Partnern_Innen genießt. Aber immer wieder werden Puppys auch öffentlich negativ dargestellt, stigmatisiert und ausgegrenzt, teilweise sogar innerhalb der Community und in etwas angepasster Form auch innerhalb der Puppy Community.


Im Folgenden geht es zunächst um Puppyplay ganz allgemein und anschließend um die aktuellen Entwicklungen. Als Gast-Autor dabei ist Pup Oreo, Puppy Germany 2022, und bringt ergänzende Sichtweise mit ein.



Auf den Punkt? - “Was ist Puppy Play”

Puppy Play als persönliches Erlebnis

Puppy Play ist zunächst mal eine wundervolle Spielart, bei welcher eine oder mehrere der teilnehmenden Personen in die Rolle eines “Puppys” also eines Welpen schlüpft. Dabei nimmt die Person meist verspielte hündische Züge an, wie ein schief gelegten Kopf, wildes Ballspielen, Knuddeln, Streicheleinheite, Kommandos und Erziehung, Knurren, Raufen oder Verstecken. Die Palette an Möglichkeiten ist groß!


Es wird häufig zu Dogplay abgegrenzt, wo es ernster zugeht mit Zucht, Hierarchie, Kontrolle, Schmerzen und auch Erniedrigung.


Puppy Play ist ein Teilbereich des Pet Plays, welches wiederum ein Teil des Rollenspiels des BDSM ist.


Die persönliche Umsetzung ist sehr individuell. Jede_r Puppy Player_in und dessen Partnern_innen müssen für sich individuell entscheiden welche Aspekte aus Sexualität, BDSM, Fetisch, Intimität, hündischem und sozialem Verhalten sie integrieren wollen. Einige praktizieren Puppyplay asexuell und nutzen den Headspace eher zum Abschalten vom Alltag und anderen Problemen. Andere mögen die Community und Leute und empfinden es eher als eine Community. Und wieder andere haben einen stärker sexuellen Fokus, der sich dann in klassischem Sex (halt mit Outfit und Maske), in einer Art Primal Play (also mit Verhalten von Tieren und Jägern) oder sogar in einem Puppyhood-Fetisch (also Stimulatoin durch die Puppy Maske und Outfit) ergibt.



Die History und Einfluss-Communities

Historisch gesehen hat sich Puppy Play stark in den schwulen Fetisch und BDSM Communitys entwickelt, integriert aber mittlerweile meist alle Orientierungen und Geschlechter. Aufgrund der Andersartigkeit haben diese eigene Events und Strukturen gebildet, sind teilweise aber auch an die klassischen Strukturen angeschlossen.


Starke Einflussbereiche haben die Puppys auch mit den Petplayern des klassischen BDSMs, sowie den Furries. Grob vereinfacht kann man sagen, das die Mitglieder dieser Communities (Tier-)Charakteren als neue Identität für sich erschaffen, in diese Rollen schlüpfen und hierbei ein spezielles Mind-Set ausbilden (Fursona, Pet- oder Pup-Space), in welchem sie ihren Charakter ausleben.


Aber auch viele Fetischbereiche vermischen sich gerne mit den Puppys, wie die Gummi-, Gear-, Sneaker- oder Sportswear-Freunde.


Ist Pupplay der Einstieg in die BDSM Szene?

Für viele Puppys denke ich ja. Gerade der Headspace im Pupplay trägt viel dazu bei. Durch das Entfliehen aus der menschlichen Welt und das zeitweilige vergessen der Sorgen und Probleme des Menschen Öffnen sich viele Möglichkeiten. Viele können dadurch mehr von ihrer Persönlichkeit zeigen als sonst, werden offener und selbstbewusster. Dies Hilft enorm dabei auch mal andere Fetische und Sachen aus der BDSM Szene zu testen. Ein weiteres Plus ist, das Pupplay mit vielen anderen Fetischen kombinierbar ist. So gibt es viele Rubber, ABDL oder auch MX Puppys.

- Oreo



Die Puppy Play Community

Die Puppy Community hat sich über Telegram, Facebook, Instagram, TikTok und andere Kanäle mittlerweile sehr gut vernetzt. Es gibt Stammtische und private Puppy Zusammenschlüsse in fast jeder Stadt, aber auch größere Events, wie die “Puppy Circuit” (Berlin) oder das “Puppy Pub Crawl” (Köln). Dabei hat die Szene auch eigene Strukturen (Rudel) und Rituale entwickelt (Oreo):


Ein Gerücht, welches sich seit Jahren hält ist, dass man zu einem Rudel gehören muss. Dies ist Unsinn. Gerade durch die Coronazeit haben sich viele bestehende Rudel verändert, sind zerbrochen oder haben sich teilweise neu gefunden. Dabei ist gerade die Zahl der Streuner ohne Rudel deutlich größer geworden.

Die Taufe durch die Schwestern der perpetuellen Indulgenz und teilweise zusätzlich durch den Puppy Germany, ist ein Ritual welches manche Puppys gerne machen, um bei einer feierlichen Zeremonie ihren Namen zu erhalten. Dies ist nicht verpflichtend für jeden Puppy, sonder einfach ein kleiner netter Zusatz für manche.



Die Puppy Community auf dem Scheideweg?

Die Puppy Szene ist am wachsen und immer mehr Menschen können sich mit den Ideen und Konzepten des Human Pupplays identifizieren, sowohl auf persönlicher Ebene, wie auch auf der Ebene einer Community. Das Niveau einer überschaubaren kleinen Gruppe ist längst überschritten. Und selbst wenn sich viele untereinander noch kennen, so zerbrechen bestehende Strukturen und Rudels, neue bilden sich und weitere Strukturen entstehen. Mit der zunehmenden Größe und Distanz zu anderen Mitgliedern scheint der Gemeinschaftsgeist verloren zu gehen. Statt füreinander da zu sein, versucht man sich untereinander abzugrenzen. Konflikte kommen auf und gemeinsame Werte werden in Frage gestellt, bzw. für Splittergruppen neu definiert.


Daran scheiden sich die Geister

Mit ihrer Mischung aus Kink, Rollenspiel und Head Space, Freigeist und Geltungsdrang ecken die Puppys gerne auch Mal an.


Puppys in der Szene

Die Anonymität der Maske macht es schwer den Menschen dahinter zu erkennen und gibt einen gewissen Schutz. Bei einigen wenigen Mitgliedern der Community hat dies zu Fehlverhalten geführt, weshalb die Puppys als Ganzes in Folge in einigen Lokalen Haus-, bzw. Maskenverboot bekamen oder ihre Stammtische dort verloren.


Es haben sich aber auch spezielle Angebote entwickelt und Puppys sind zum Beispiel beim gay-BDSM.club stete Gäste und immer expizit willkommen.


Eine ähnliche Entwicklung gab es auch in Köln (Oreo):

Nicht immer wären und sind Puppys überall gern gesehen. Bestimmte Geschäfte haben ein Puppy verbot ausgesprochen und das Tragen der Puppy Maske untersagt. Allerdings ist die Entwicklung nach der Corona Zeit oft auch in eine positive Richtung verlaufen. So sind die Puppys in der Pluto Sauna in Essen gern gesehen und auch in Köln gibt es durch das Kinkz jetzt eine Bar die für alle Fetische offen ist.



Social vs. Sexual Puppys

Fetisch und BDSM ist zumindest in einem geringen Umfang für Puppys meist ein akzeptabler Bereich. Eine gerade heiß diskutierte Frage ist aber wie viel Sex im Puppyplay steckt. Sexuelles, persönliches und soziales Pupplay schließt einander nicht aus, aber gibt es ein Konflikt: Zum einen wird von Veranstaltern verlangt, dass sie wichtige Informationen wie “sexpositivität” nicht in die Beschreibungen bringen, da die Events sonst auf den Puppy Kanälen nicht gepostet und verbreitet werden dürfen. Zum anderen regen sich jedoch die Teilnehmer von Events auf, wenn dort dann mehr Sex ist, als erwartet.


Derzeit findet hier leider eine Art Spaltung statt und so gibt es beispielsweise in Berlin einen asexuellen Stammtisch in der Brezel und mit dem “Puppy Markt” ein Sex- und Social-positives Event im sinberlin.


Wie viel Sex steckt im Pupplay?

Wie viel Sex am Ende im Pupplay drin steckt kann jeder für sich selbst entscheiden und austesten. Pupplay bietet die Möglichkeit es sowohl rein sozial als auch nur sexuell zu betreiben und jede Mischung daraus. Es gibt Veranstaltungen, die für das Ausleben der sozialen Seite wunderbar geeignet sind, wie die Gear´n´Dance in Bottrop die eine für jeden Fetisch offene Party ist ohne sexuelle Handlungen. Genauso gibt es Veranstaltungen auf denen auch die sexuelle Seite gut ausgelebt werden kann wie auf den Saunaevents in Köln und Essen.


Beim Puppy Market im Juli '22 in Berlin hatten die Wuffels die möglichkeit sowohl als sexuelles wie auch als social Puppy teilzunehmen. Das Event war offen für alle Geschlechter und Orientierungen


Puppys auf CSDs

Alle Jahre wieder kommt auch das Thema auf, ob und wie Puppys auf die CSDs dürfen. Dabei geraten sie immer wieder unter Beschuss von rechtspopulistischen Bewegungen (in 2022 waren es Kinderseelenschützer e.V. oder HeidePark) oder von anderen Aktivisten (wie persiax). Gefordert wird hierbei meist ein Verbot von Puppy-Masken, Fetisch-Symbolen und vermeintlich anderen sexualisierten Objekten und Handlungen.


Fälschlicherweise nehmen unaufgeklärte Betrachter das Puppy Play, Fetischobjekte und Symbole häufig als sexualisierte Gegenstände wahr. Outfits, Gear, Hood, Halsband, Leine und selbst arschfreie Hosen sind im Rahmen einer Demonstration aber viel mehr Symbole zum Ausdruck des Widerstandes und der eigenen Identität. Ob diese Objekt vom Träger sexuallisiert sind, sollte in diesem Umfeld keine Bedeutung haben und ist eine sehr persönliche Frage, die ein Betrachter nicht beantworten kann. Als Außenstehender kann man lediglich seine eigene Vorstellung der Sache auf den anderen Menschen projizieren und macht damit genau dies, was man auf einem CSD nicht sollte: andere Menschen verurteilen.


Basierend auf diesem grundlegend falschen Ansatz, dass der CSD hierdurch sexualisiert würde, geht die Argumentation dann meist in Richtung Kinderschutz oder dass politische Botschaften hierdurch nicht ernst genommen werden würden.


Wunderbar wurde diese Debatte vom CSD Deutschland e.V. oder Chris (sexabled.de) analysiert und richtig gestellt (sehr lesenswerte Artikel, welche die Hintergründe nochmals sehr gut beleuchten). Fazit dieser Artikel: Kinder sind toleranter und weniger voreingenommen gegen Fetisch, Sexualität und Puppyplay als ihre Eltern, welche das eigentliche Problem mit der Abweichung vom Normativ haben. Und Fetische und Sex sind seit jeher ein essentieller Teil der CSD-Bewegung.


Verfolgt man die Diskussionen, so merkt man eine starke Tendenz welche Kommentare gelöscht werden und welche nicht. Analysiert man die Hintergründe der verschiedenen Kritiker, so findet man sehr häufig rechtspopulistische Strukturen und Gedankengut. Das Erschreckende ist aber nicht, das diese Szene mit ihrer Sichtweise argumentieren, sondern dass diese Argumente von Mitgliedern der LGBTQ*-Welt, teilweise sogar von CSDs und auch der Puppy Community übernommen werden. Damit verleumden sie nicht nur ihre eigenen Ursprünge und Communities, sie argumentieren auch mit den gleichen Worten, die in anderen Ländern dazu genutzt werden, um CSDs und gesellschaftliche Vielfalt als ganzes zu unterdrücken.


Wie stellen sich die Puppys auf den CSDs auf?

Die Puppys sind eigentlich auf jedem CSD eine bunte und aufgeschlossene Gruppe, die gute Laune verbreitet und auch von vielen Zuschauern gern gesehen ist. Da es allerdings immer wieder Zwischenfälle auf CSDs gibt, die zwar nicht aus unserer Community stammen aber trotzdem leider mit uns verbunden werden, haben wir Puppys bestimmte Regeln für das Verhalten auf einem CSD. Dazu gehören keine sexuellen Handlungen, das Verdecken von primären Geschlechtsorganen sowie den Po als auch kein direktes zugehen auf Kinder.

- Oreo



Für Anregungen, Kritik und Kommentare? Besucht gerne die Seite des Autors: www.gay-BDSM.club



Über den Dan Apus Monoceros:

Dan Apus Monoceros ist Kink- und Beziehungs-Coach und macht seit 2019 Events für die Puppy Community in Berlin. Über seinen Mann hat er den Weg zur Puppy Welt gefunden, hat heute 3 Wuffels in seiner kinky Family und macht mit dem gay-BDSM.club und der Puppy Circuit Events die sowohl sexuelle, wie auch social Pupplayers ansprechen.


Über Pup Oreo:

Oreo ist Puppy Germany 2022. Er ist seit 3 Jahren ein Puppy und vertritt als Puppy Germany die soziale und sexuelle Seite des Pupplays. Nicht jeder entdeckt beide Seiten gleichermaßen für sich. Manche können mit dem sexuellem nichts anfangen und betreiben rein soziales Pupplay, andere wiederum betreiben das Pupplay fast ausschließlich im sexuellen. Ob sexuell, sozial oder eine Mischung, alles ist Pupplay.



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  • Dan Apus Monoceros

Kann BDSM funktionieren, wenn einer der Spieler nur bedingt will? Ist es dann eine Vergewaltigung? Darf, und wird das geil sein? Wo und wie sich BDSM und Vanilla-Sex begegnen, habe ich in diesem Erlebnisbericht zu meinem Treffen mit dem Pornosternchen DennisXL beschrieben. Vor über einem Jahr, kurz vor der Coronakrise, wurde ich von einem Stammkunden - entgegen meiner üblichen Vorlieben den Rahmen betreffend - zu einer Session in einem Hotel überredet. Es ist ja immer eine Frage des Preises ;-). Mit von der Partie war auch DennisXL: ein großer, sehr sportlicher Mann mit einem stattlichen Schwanz und einem ruhigen, natürlich—männlichem Auftreten. Wenn man in unserem Gewerbe auf einen Kollegen trifft, dann ist es in der Regel so, dass man sich online schon hunderte Male gesehen hat – natürlich, in den entsprechenden Portalen. Die Gesichter sind häufig bekannter als die der eigenen Familie. Nicht selten kommt es bei uns Callboys vor, dass man sich gegenseitig bucht, sei es zum eigenen Ausgleich, zur Gruppenbildung für den gepflegten Rudelfick oder, da man dadurch, dass man sich so häufig gesehen hat, einfach wissen will, wer hinter den Bildern steckt. Dennis und ich verstanden uns auf Anhieb und waren uns auch schnell unserer vorgesehenen Rollen bewusst: er hat mit seiner ganzen Schönheit die body-experience gegeben und den Kunden gestreichelt, sowie seinen schönen Körper berühren lassen, während ich mal wieder das perverse Schwein gewesen bin, das mit „wortakrobatischem Dirty Talk“ sich sein Recht heraus nimmt, seine Faust im Anus des Kunden zu versenken. Das schien in der Summe eine besonders gute Wirkung zu haben, denn der Kunde kam relativ schnell mit seiner eigenen Hand, und war darüber sichtlich glücklich. Dennis und ich entschieden uns dann zu einem Kaffee, und lernten uns näher kennen. „Irgendwann machen wir mal Fotos zusammen“, sagte er, aber ich winkte einfach nur ab: „Ach, was soll das bringen? Mein Steckenpferd ist nun mal BDSM. Das hat sich hier zwar gerade mal prima getroffen, aber dass ein Kunde im Gesicht eine Kuschelaction und eine Faust von einem Master gleichzeitig im Arsch haben will, ist doch eher etwas selten, und würde zudem auf einem Bild schon etwas komisch aussehen. Auf Bildern erwartet man klare Aussagen.“ „Da magst du Recht haben“, sagte Dennis und schlürfte dabei an dem viel zu bitterem Kaffee, den wir in dieser Touristenabsteige vor dem Luxushotel kredenzt bekommen hatten. Ich kam nicht umhin, die schöne Ader zu bewundern, die über seinen Bizeps verläuft, und schon beim Anheben der Kaffeetasse sexy in Bewegung gerät. „Außer, Du wärst devot und lecker Maso für mich auf den Bildern, dann können wir uns das schon überlegen“, sagte ich mit dem schelmischsten Lächeln, was ich zu bieten hatte.

„Da kenne ich mich nicht wirklich aus, bin ja doch eher so der „Boyfriend-experience“-Typ“, antwortete er und ich bemerkte einen Funken Unsicherheit in dem sonst so beständigen und selbstsicheren Mann. Das Thema verlief dann - wie viele Themen, die man „mal so“ bespricht - einfach im Sande. Aber neulich war es dann offensichtlich doch soweit, denn es erreichte mich folgende Nachricht: „Wenn wir unser Foto machen, ist es für mich okay Dein Sub zu sein“. Ich dachte mir: „wenn ich Dich kleines Dreckstück über meinem Knie liegen habe und Deinen festen, leicht haarigen Arsch spanken kann, dann scheiß ich auf die Fotos…“ Heute bin ich jedoch froh, dass er immer wieder die Kamera neu positioniert und den Selbstauslöser gedrückt hat. Leckere Erinnerung. Natürlich, leicht und wenig bekleidet trifft Denis bei mir ein, mit dem charmantesten Lächeln was man sich nur vorstellen kann. Siehe da: er bringt richtig tolles Kameraequipment mit, also nimmt er unsere Fotosession wirklich ernst. Cool…



Während ich mich - wie üblich - stundenlang in das schwere Leder reinquäle, sehe ich, wie er bereits splitterfasernackt durch meine Wohnung springt und an der Kamera rumfummelt. Herrlich zu sehen, wie da alles aufgrund der Länge, so schön langsam hin und her baumelt beim Gehen. 

„Wir fangen an mit einem Foto im Flur. Du stellst Dich jetzt mal hinter mich, kuschelst Dich jetzt mal ein wenig süß und liebevoll bei Daddy an, und ich nehme dabei Deinen Pimmel in die Hand, so dass du gleich weißt, wer hier heute der Chef ist.“ Klar lächeln wir beide bei meiner Ansage noch ein wenig, aber die latente Erotik durch ein aufkeimendes Machtgefälle im Raum, ist uns beiden bewusst. Ich erkenne aber später bei der ersten Betrachtungsrunde der Bilder, dass er auch tatsächlich wie gewohnt, auf den Bildern einfach den süßen Boy rauskehrt und „nett lächelt“. Da muss ich ihn jetzt in seine submissive Rolle reinbringen: „Schau mal, Du musst das schon fühlen, ansonsten strahlst du es einfach nicht aus, und das Bild gewinnt die Aussage "FKK meets Motorrad“. Am besten ist, ich bringe Dich jetzt mal handgreiflich in die Situation rein. Du nimmst jetzt mal drei Ohrfeigen hin, und fühlst Dich dann in die Rolle neu ein.“ Er willigt ein. Ich ziehe einen meiner Lederhandschuhe aus, greife in seine vollen Haare und klatsche ihm feste eine. Er ist nur wenig überrascht, aber lässt es sich gefallen. Mein zweiter Schlag ist verbunden mit einem sehr wütenden Gesichtsausdruck (und ich kann echt verdammt böse und fordernd gucken), sowie mit den Worten „ Du bist jetzt meine kleine Schlampe - merk Dir das“. Der dritte und letzte Schlag kommt einfach überraschend sofort nach dem zweiten, um diesen in seiner Wirkung zu steigern und keine Vorbereitungszeit zu gönnen. 
„Und jetzt hältst Du mal Deinen Knackarsch in die Kamera, wenn Du auf allen Vieren bist, damit die Welt Dir auch mal in Ruhe direkt in dein Fötzchen gucken kann.“ Er macht es ganz anständig, aber ich bin noch nicht zufrieden: "Beide Hände auf die Arschbacken und die Pobacken auseinanderziehen, damit sie mal alle genau gucken können. Ach, lass bleiben - ich mach das mal besser selbst.“ Ich merke, wie aus seiner ursprünglichen Steifheit eine Geschmeidigkeit geworden ist. Er lächelt jetzt nicht mehr verlegen, sondern lässt sich von mir leicht verbiegen, und viel mehr gefallen. Geht doch. „Jetzt gibt es ein paar Handfesseln für Dich, damit Du noch besser spürst, dass Du erst mal nichts mehr zu melden hast. Komm jetzt her, oder glaubst Du, ich komm zu Dir rüber?“ Der Kommandoton kommt bei mir ruhig und routiniert - das wirkt. Mache es ja nun auch schon einige Jahre, und hier tötet Routine nicht ab, sondern zeigt Selbstsicherheit und verstärkt somit die Dominanz. Als ich mit dem Gesicht nahe an seinem gepflegten Loch vor der Kamera posiere, schaue ich mir seinen Eingang schön an. Unweigerlich treffen mich perverse Gedanken, die ich so formuliere: „Das ist also Deine geile Spalte, die so schön in Pornos von geilen Typen durchgestoßen wurde, hm? Lecker, lecker.“




Direkt nach erneutem Drücken des Selbstauslösers, prüfe ich, wie genau diese Spalte riecht. Oh! Ganz sauber? Das kleine geile Dreckstück hat sich also vorsorglich sein Fickloch gespült. Also war wohl nichts mit „nur ein kleines Foto machen", hm? Okay, das kannst Du haben, aber anders als Du es denkst! (Von der folgenden Szene gibt es ein Video) Ich fessle ihm die Hände auf den Rücken und werfe ihn über meinen Sessel, so dass sein Loch schön in die Kamera gucken kann. „Jetzt werden wir mal Dein Männerfötzchen ein bisschen rosa machen“, sage ich mit einem Lächeln und fange an, mit dem Mittelfinger auf seine schöne Rosette zu schnipsen, so dass man immer kleine Klatschlaute hört. Ich sehe ihn zucken. Richtig schmerzhaft ist es ja noch nicht, aber es bereitet schon mal gut vor. „Lass es zucken Dein Loch … Na, nun komm schon… zeig, wie es zucken kann!“ Er spannt seinen Schließmuskel etwas an, und, obwohl nicht viel zu sehen ist, freue ich mich über das Ausführen des Befehls. Der bereit liegende Lederpaddel kommt nun zum Einsatz, und ich ziele mit der schmalen Seite direkt auf die Rosette. Jetzt kommt wirklich Bewegung in seinen muskulösen Po und ich werde immer mehr horny. Gemäß der goldenen BDSM-Regel; „Zuckerbrot und Peitsche“ wird sein Loch abwechselnd etwas geleckt und dann wieder geschlagen. Ich trommle nun so mit dem Lederpaddel auf sein von mir feucht gelecktes Männerfötzchen ein, dass ich schon die ersten rosa Verfärbungen in der Haut um seine Rosette erkennen kann. Wie erregend! Aber das geht doch bestimmt auch mit der Rosettenhaut, Oder…? Ich ziele nun hier mit dem Paddel direkt aufs Arschzentrum und geile mich daran auf, dass das natürlich etwas schmerzhafter für meinen Newbie ist. Die Haut um die Rosette herum ist noch etwas dünner und sensibler. Als ich weitermache, kommen wir wirklich an seine Grenze und er zuckt etwas mehr. Aber nur Zucken reicht mir persönlich nicht aus, denn trotz Knebel, kann das Luder doch ein bisschen für mich schreien, finde ich. Also schlage ich noch fester, bis der Knackarsch endlich mal aus der Fassung kommt und anfängt zu wimmern. Sehr gut, jetzt ist Daddy auch richtig geil. Es folgen noch ein paar Einführungsspiele mit seinem Pimmel, sowie mit seinen Klöten. „Ja, so fühlt sich mal der Pimmel ganz anders, hm?“ Brav hält er sein Gemächt weiter hin - aber da mache ich erstmal nicht so viel. Nicht alles auf einmal.


„Verdammt, jetzt musst Du mir echt noch den Schwanz blasen, sonst explodiere ich gleich.“, sage ich zu ihm. (Auch davon gibt es ein Video) Er geht brav nach diesem Befehl vor mir auf die Knie. Mit großer Freude nehme ich sein schönes Gesicht und drücke es mir auf den Schwanz. Ein Blick nach unten und ich stelle fest, dass er sein großes Gerät ausgefahren hat und nun steif ist. Mein Schwanz kreist durch sein Gesicht, und sein hübsches Mäulchen ist schön weit offen: „Willst Du ihn, hm?“ er nickt nur etwas. “Ich kann Dich nicht hören, willst Du ihn?“ und er sagt nun laut „ja“ und bekommt mein Rohr als Belohnung direkt zu schlucken. Verdammt, zieht er sich mein Teil gut rein, dieses Luder! Gern provoziere ich mit dem Schwanz seinen Rachen, und drücke den Kopf fest runter, so dass der sonst so schön „gefasste Typ“ einen netten Würgereflex verspürt. Sein devoter Blick und seine auf Befehl rausgestreckte Zunge haben mich auch verleiten lassen, direkt darauf säuberlich abzuspritzen. Sichtlich wieder - nach ein paar Minuten - in seiner Fassung zurück, haut er (wie immer trocken und sachlich) rein: „Ja ähm…das war ja spannend.“ Mann ist der süß – echt! Fazit: Ja, es geht, sich gemeinsam an BDSM heranzutasten, wenn eigentlich nur latent Interesse besteht. Empathie und klare Ansagen machen es moralisch möglich und fördern dann auch einen hervorragenden Orgasmus, denn hier geht es sowohl um das gegenseitige Erobern, als auch darum, dass beide dadurch etwas über sich selbst herausfinden. Anmerkung: die Bilder dazu findet ihr in unserer Galerie mit PW hinterlegt. Dieses kann nur mit Altersnachweis rausgegeben werden.

Hinweis: Wer das Video sehen will findet es hier: https://www.bestfans.com/dominus_berlin

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